Mittwoch, 24. August 2016

Vielleicht ein neuer Lieblingsschnitt

I´m in Love. Und zwar total.
Ich habe gestern Fotos gemacht, und gerade beim Ansehen und Zurechtschneiden habe ich beschlossen, diesen Schnitt einfach nochmal zu nähen. Mit einem anderen Stoff, der ein bisschen fester und dicker ist, damit das Kleid mit dem entsprechenden Darunter herbsttauglich wird.

So, aber jetzt endlich die versprochenen Tragefotos.



Es ist schwierig, die richtige Farbe vom Stoff auf den Fotos einzufangen. Der Stoff glänzt ein bisschen, und ist außerdem von Haus aus zerknittert.



Ich musste nix an dem Schnitt ändern, er passt einfach perfekt. Sogar der Rücken, der bei mir ja immer ein bisschen das Problemkind ist, ist genau richtig.

Das Kleid hat kein Futter. Ich habe die Nähte von innen komplett mit Zick-Zack-Stich versäubert, die langen Strecken habe ich mit der Ovi genäht.


Sehr stolz bin ich auch auf die Knopflöcher. Meine Maschine hat zwar ein Knopfloch-Programm, aber ich habe trotzdem schon Knopflöcher in den Sand gesetzt, z.B. weil ich zu weit aufgeschnitten habe.


Und das Annähen der sieben Knöpfe hat auch nur eine halbe Stunde gedauert. Eine echte Nervenprobe für mich.

Fazit: Die Ecken und Kurven sind kniffelig, aber zu bewältigen. Der Schnitt hat eine super Passform, und wenn man gleich von Anfang an den Gürtel und nicht die vordere Blende vernäht, spart man sich ne Menge Arbeit.

Von mir gibt es zehn Punkte und den dicken Daumen nach oben für den Schnitt.

Montag, 22. August 2016

Das wahrscheinlich 1. und letzte Sommerkleid 2016

Ich hatte es ja schon angekündigt, dass ich wieder ein Burda-Kleid nähen wollte, um einfach mal wieder ein Erfolgserlebnis zu haben. Rausgesucht hatte ich mir den Schnitt 105 aus der Burda 06/2016. Mir gefielen die Teilungsnähte (auch wenn ich wusste, dass das sehr fummelig wird) und der angedeutete Gürtel.


Frohen Mutes habe ich mich ans Werk gemacht - und was soll ich sagen: Bei Burda und mir flutscht es einfach. Ich müsste halt nur richtig lesen können und alle meine Schnittteile im Blick behalten. Aber dazu später mehr. Zuerst ein bisschen burda-deutsch / deutsch-burda.

Hals- und Armausschnitte, Seitennähte
Zuerst müssen die vorverlegten Schulternähte gesteppt werden, und zwar an den Oberteilen sowohl auch am Besatz. (Vorverlegt deswegen, weil die Nähte nicht AUF den Schultern, sondern ein paar Zentimeter tiefer sitzen. Auf der Zeichnung ist das sehr gut zu erkennen.)

Im Bild oben der Besatz, unten liegt das Kleid. 


Als nächstes wird der Besatz rechts auf rechts auf das Vorder- und Rückenteil vom Kleid gesteckt und festgesteppt, und zwar am Hals.....


... und auch an den Armausschnitten.


Nach dem Steppen werden die Nahtzugaben gekürzt und eingeschnitten.

Das Einschneiden ist lästig, aber wenn man möchte, dass sich der Stoff schön in die Rundung legt, dann ist es unvermeidlich.

So, jetzt kommt das Wenden.
Die Vorderteile werden zwischem Besatz und Oberstoff durchgeschoben.

Hier ist ja so eine Art Tunnel entstanden, und wenn ihr so einen tollen, rutschigen Stoff wie ich habt, dann geht das fast von alleine.

Einfach das rechte Vorteil nehmen und durch den rechtenTunnel schieben.
Am anderen Ende wieder rausziehen und - ZACK! Saubere Kanten.

Jetzt wird es ein bisschen fummelig: Die Nahtzugabe wird auf den Beleg gesteppt, soweit wie es geht. Zuerst dachte ich, das geht überhaupt nicht, aber als der Stoff unter dem Füßchen lag, war ich überrascht, wie weit man kommt.

Auch das ist etwas, was sich lohnt. Das ganze wird noch ordentlich gebügelt, und der Besatz bleibt drin und blitzt nicht hervor.

Jetzt kommt ein Satz, den hab ich früher auch nie so richtig verstanden:
Die Seitennähte am Kleid und fortlaufend am Besatz steppen.

Die Seitennähte am Kleid ist ja klar, aber fortlaufend der Besatz??
Ganz einfach: Der Besatz wird nach oben gelegt, also einfach rumklappen, so liegt alles rechts auf rechts.


Jetzt wird von unten her zuerst die Seitennaht und dann - dort wo die gestrichelte Linie ist - der Besatz gesteppt.


Und wenn man das jetzt wieder zurückklappt, und man guckt von oben in das Armloch rein, sieht es so aus:


Es lief so super mit dem Kleid!
Kein HÄÄÄÄ, kein wiezumgeiersolldasgehen - alles tutti.

Allerdings habe ich mich etwas gewundert, als ich den Gürtel genäht habe. Der war doch arg schmal und laut Beschreibung soll der viermal im Abstand von einem Zentimeter abgesteppt werden. Das ging überhaupt nicht! Dreimal habe ich ihn abgesteppt, und ihn dann zwischen die viel zu breiten Passzeichen gelegt. Hach, und lang war der! Komisch, komisch - aber ich habe mich nicht beirren lassen und einfach weitergemacht.

Bis ich dann die vordere Blende gesucht habe.

Na ja.

Ich habe mich ein bisschen gehasst, dass ich einfach nicht ordentlich lese und nicht darauf achte, was ich auf meine Schnittteile schreibe, und nicht stutzig werde, weil ich so stutzig wurde.

Ich hab die vordere Blende zum Gürtel gemacht, das konnte ich nicht mehr ändern. Die Schnittteile vom Gürtel lagen einfach an einer anderen Stelle und nicht bei den anderen Teile, ich hatte sie nicht im Blick. Den Gürtel konnte ich natürlich noch machen (auch dann in der richtigen Breite und viermal abgesteppt und nicht so lang), aber die Blende, die tat mir weh. Zumal ich von dem Stoff nichts passendes mehr übrig hatte. Ich musste also stückeln. Aber pssst!! Es fällt kaum auf.

Tragefotos vom fertigen Kleid kommen die Tage, denn es soll ja nochmal richtig heiß werden, und dann wird das Kleid natürlich auch direkt ausgeführt.
Ich hätte gestern gerne noch welche gemacht, weil ich so happy bin mit dem neuen Kleid, aber uns kam ein Notfall dazwischen. Ein verletzter Sperber ist in unserem Garten notgelandet, und der ging dann erstmal vor. Wir haben ihn eingefangen und zu einer Vogelauffangstation gebracht. Danach war es schon zu dunkel, um noch ein paar Fotos zu schießen.

Dranbleiben lohnt sich also - es gibt auch Knopflöcher.

Mittwoch, 17. August 2016

Zwei TFTs und warum ich doch bei altbewährten Mustern bleibe

Als ich die Tage gemeinsam mit meinem Hund übers Feld gelaufen bin ..... (hört sich so schön idyllisch an, nicht wahr? In Wirklichkeit hat er sich in stinkenden Hinterlassenschaften gewälzt und ich hab es zu spät gemerkt, weil ich in Gedanken war.)

Also nochmal.

Neulich Abends bei der Gassirunde mit dem Hund.
So. Besser.
 
Ich habe mir viele Gedanken gemacht, warum ich wohl in letzter Zeit so gar keinen Antrieb mehr habe, an die Maschine zu gehen. Nachdem ich mir selbst mehrere Ausreden zurecht gelegt habe, kam ich irgendwann zu dem Schluss: Weil das, das ich produziere, einfach nicht das ist, was ich brauche. Und so langweilig ist mir im Moment auch nicht, dass ich einfach nur so vor mich hinnähe und anschließend die Sachen in den Schrank hänge.

Es ist so:
Ich mag Kleider mit schwingendem Rock - aber nicht an mir.
Ich finde Blusen aus feinen Stöffchen unwiderstehlich - aber dazu fehlt mir die Geduld.
Gerne nähe ich mir für einen besonderen Anlass auch etwas besonderes, aber wenn ich diesen Anlass nicht habe, dann schaffe ich es noch nicht mal, ein fertiges Kleid zu kürzen und zu säumen. Für was denn auch?

Ich muss endlich mal anfangen, die Dinge zu nähen, die ich auch trage. GERNE trage. Und das ist nunmal Jeans und T-Shirt. So. Zack, bums, aus.
Schwingende Röcke werde ich definitiv streichen; genauso die Versuche, mit anderen Nähzeitschriften glücklich zu werden.

Beispiel Eins:
Ich wollte aus der Fashion Style ein Shirt nähen, ein ganz einfaches Sirt. Aber schon das Abnehmen des Schnittes vom Bogen war ein Akt.


 Bis das Shirt zugeschnitten war, waren fast zwei Stunden vergangen.
 

Eine Seitennaht wird genäht (die linke Seite), und wo die Falten sind, ist keine Naht sondern der Umbruch. Das führt dazu, dass die Armlöcher unterschiedlich aussehen und das gefällt mir schonmal nicht.

 Hier ist das Armloch, wie es sein sollte. Oben die Schulternaht, unten die Seitennaht. Saumzugaben eingeschlagen, festgesteppt, fertig.

Dieses Armloch wirkt ganz komisch. Obwohl oben auch die Schulternaht ist, bekomme ich das Armloch nicht rund, sondern es wird eher tropfenförmig.

Und so krumm und schief, wie das Shirt auf der Puppe hängt, so hängt es auch an mir. Ich werde es als Nachthemd tragen, aber zu mehr ist es nicht wert.


Beispiel Zwei:
Ich  wollte die Bluse aus der Nähtrends machen. Auch nix besonders, mit seitlichen Abnähern und Raglanärmel.

Ich fand die seitlichen Abnäher so interessant und wenn man weiß, wie man die Teile zuschneiden muss, dann kann man die auch ganz gut nähen. Bei der Anleitung ist das leider überhaupt nicht beschrieben.

Was mich aber viel mehr ärgert: Der Halsausschnitt, der wird doch eingefasst. Da wird ein Schrägstreifen zugeschnitten, und damit wird das Ding eingefasst.

Ja. Dachte ich.


Aus den Schrägband wird ein Bindeband. Passzeichen sehe ich zwar, aber diese Passzeichen passen zu den Ärmeln. Außerdem steht weiterhin in der Anleitung, dass man mit den Bändern den Ausschnitt zusammenzieht und sie anschließend zu einer Schleife bindet. Ich mag kein Schleifchen an meinen Klamotten, und weder auf den Fotos noch auf der technischen Zeichnung ist ein Schleifchen zu sehen. Zweiter Schnitt aus der Zeitschrift, zweiter Reinfall - künftig bleibt sie im Regal. Ich hab keine Lust auf solche Überraschungen und muss mir auch hier ne Lösung suchen. Evtl. werde ich den Ausschnitt raffen und mit einem Gummiband nähen. Oder irgendwie sowas.

Das sind Dinge, die lassen meinen inneren Monk ganz laut aufstöhnen. Das geht doch so nicht! Wir sind doch alle keine Profis, wir brauchen klare Anleitungen! Vernünftige Schnittmuster, die farblich abgesetzt und mit allen nötigen Passzeichen versehen sind.

So habe ich mich wieder der Burda zugewandt, und was soll ich sagen: Für zwölf Teile für ein Kleid brauche ich nur halb so lang, wie für die fünf Teile für das Shirt aus der Fashion Style. Ich muss nichts kleben, ich muss nichts suchen. Nur abmalen.

Das Kleid hätte ich ganz gerne als Sommerkleid gehabt, aber da mache ich einfach mal einen Haken dran. Sommer ist dieses Jahr nicht. Allerdings kann ich mir das auch gut mit einem LangarmShirt darunter vorstellen.

Die Rockform gefällt mir sehr gut und in der A-Linie fühle ich mich halt auch am wohlsten. Wenn ich mal so durch meinen Kleiderschrank gucke, dann hat mein Unterbewusstsein das schon lange gewusst.





















Alles Rockformen, in denen ich mich sehr, sehr wohl fühle. Also bleibe ich künftig auch dabei.

Das Burda-Kleid liegt schon bereit, und ich freue mich darauf, endlich wieder was zu nähen.

Montag, 25. Juli 2016

Zeitschriften Sew Along - 2. Zwischenstand

Manchmal bin ich ja etwas schusselig. Dann drücke ich anstatt auf "Veröffentlichen" auf "Löschen". Ja, ist ehrlich wahr. So ist es mit diesem Post geschehen. Fragt mich nicht, was mich da geritten hat... :)

Also, auf ein neues.
Ich bin auf der Zielgeraden mit dem Kleid. Ich muss es nur noch - "nur noch" - kürzen und säumen.

Eine kleine Hürde gab es beim Verstürzen der Ärmelausschnitte. Julia hat mich auf ihr Tutorial verwiesen, aber sowas muss ich mir angucken, BEVOR ich mich gedanklich festgefahren habe. Bis zum Schluss habe ich es nicht gerafft, dass ich das Armloch auf zweimal nähen muss. Wie einfach es dann ist! Danke, Julia, für den Hinweis. Es wird nicht das letzte ärmellose Kleid sein, dass ich nähe.

Auch über Immis Vorschlag, das Futter mit der Hand anzunähen, habe ich nachgedacht. Und ich muss ehrlich gestehen: Ich mag Handnähte nicht, weil mein Feingefühl nicht bis über die Ellenbogen reicht. Ich steche mich, ich nähe mich selbst fest und bleibe bei jedem 2. Stich mit dem Faden irgendwo hängen. Wenn ich wirklich nicht drumherum komme, dann nähe ich auch mal was mit der Hand, und ich merke dann selbst, dass es alles nur eine Sache der Übung ist, aber trotzdem ist das einfach nicht mein Ding.

Lange Rede, kurzer Sinn.

 

Ich habe mir aus dem restlichen Stoff zwei Schrägbänder zugeschnitten, und damit die Ärmelausschnitte versäubert. Klar sieht das nicht ganz so fein aus, aber für mich ist es absolut okay und ein sehr guter Kompromiss. 




Was mich viel mehr stört, ist das enorme Gewicht des Kleides. Das hätte ich nicht gedacht.
Das führt auch dazu, dass der Halsausschnitt sehr nach außen gezogen wird.


Ich werde also nochmal das Futter mit dem Oberstoff in der Passennaht verbinden, damit die Zugkraft besser verteilt wird. Außerdem will ich das Kleid ja noch kürzen, da sollte auch noch ein bisschen an Gewicht wegfallen. 

So, und bevor ich jetzt auch noch vergesse, diesen Post bei BuxSen zu verlinken (so wie beim 1. Zwischenstand).... ab damit zur Linkliste für den 2. Zwischenstand des ZSA.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Me Made Mittwoch am 20.07.2016

Das Schöne am Sommer ist: Man kann morgens spontan entscheiden, Fotos für den Me made Mittwoch zu machen. Nur ein bisschen blöd, wenn man vorher noch schnell alle Knöpfe annähen bzw. nachnähen muss.

Ich trage heute das Kleid 123 aus der Burda 09/2014. Ein einfacher Schnitt, das Kleid ist schnell genäht und wurde heute morgen schon ausgiebig von meinem Kollegen, der selbst hin und wieder etwas näht, bewundert (und natürlich hat er sofort die zwei Schönheitsfehler entdeckt).

  

Das Kleid sitzt bei mir sehr gut. Ich kann mich nicht erinnern, irgendwas an dem Schnitt geändert zu haben. Ich bin zufrieden mit der Taillenhöhe (oft habe ich das Gefühl, dass diese direkt unter der Brust ist) und auch der Ausschnitt ist genau richtig.


Wer genau hinsieht, kann erkennen, dass der Brustabnäher etwas spitz zuläuft und absteht. Da muss ich nochmal mit dem Bügeleisen ran.

Und auch an der hinteren Rockansatznaht hat mein Kollege eine Falte entdeckt, die aber in diesem Muster fast untergeht.


Ansonsten fand er das Kleid aber wirklich sehr hübsch! :)


Das Oberteil ist gefüttert, die vorderen Kanten sind mit einem Beleg verarbeitet.


Das Verstürzen des Oberteils wird nach der Kochlöffelmethode gemacht. Hier habe ich darüber schonmal gebloggt.

Was mich an diesem Kleid allerdings ärgert, ist die Wahl meiner Knöpfe. Ich habe sie alle mindestens schon dreimal angenäht, und manche davon auch mehr. Zwei Knöpfe sind inzwischen schon abgefallen und auf Nimmerwiedersehen verschwunden, und so musste ich von unten Knöpfe wegnehmen, damit oben nichts aufsteht.

Dass diese Knöpfe abfallen, hat nichts mit meiner bescheidenen Annähtechnik zu tun, sondern damit, dass die Kanten so scharf sind. Das Garn wird einfach ratzfatz durchgescheuert.


Heute morgen habe ich also nochmal alle Knöpfe nachgenäht (beim ersten Anziehen hatte ich beim Zuknöpfen auch schon wieder einen in der Hand), und vorsichtshalber sind Nadel und Garn in meiner Tasche. Sicher ist sicher.

Mehr selbstgenähte Kleidung gibt es wie immer auf dem virtuellen Laufweg des MeMadeMittwoch-Blogs.

Montag, 4. Juli 2016

ZSA Special - 1. Zwischenstand

Ich muss gestehen, ich bin schon ziemlich weit mit dem Kleid für den Zeitschriften-Sew-Along. Das liegt aber auch daran, weil ich
1.) das Schnittmuster schon parat hatte und
2.) auch das Futterkleid fix und fertig in der Schublade liegen hatte. Es ist die Probe von meinem Weihnachtskleid, dass dank meiner Wahl des falschen Stoffes so hässlich wurde, dass ich es direkt nach Weihnachten entsorgt habe.



Mein Plan ist es, Kleid Nr. 124 aus der Burda 12/2013 ärmellos als sommertaugliche Variante zu nähen.
 

Als Oberstoff habe ich Leinen gewählt, womit ich mir nicht wirklich einen Gefallen getan habe, denn beim Zuschneiden habe ich schon gemerkt, wie sehr sich Leinen in alle Richtungen verzieht und mehrmals hatte ich das Gefühl, dass das nie was werden kann.


Was hier so krumm und schief aussieht, wird am Ende ein wirklich tolles Rückenteil. Ich finde, Burda könnte öfter die Schnitte so konstruieren, damit die Körperrundungen etwas besser zur Geltung kommen, und nicht alles so sackförmig an einem runterhängt, aber Burda ist wohl auch nur ein Sklave der großen Designer, die die Mode vorgeben. 


Wenn die Teile nachher zusammengenäht werden, bzw. durch den RV geschlossen werden, sieht das ganze nämlich so aus, dass sich der Schnitt richtig schön an den Rücken anschmiegt. (Ja, auf dem Foto kommt es nicht so ganz rüber, aber es ist in der Tat so.)


Was vielleicht ein bisschen Kopfzerbrechen bereiten kann, ist das Nähen der Passe. Hier sind zwei Spitzen vorgesehen, die wirklich auf den Punkt genau genäht werden müssen, damit es vernünftig aussieht. 

Womit ich anfangs arge Schwierigkeiten hatte, mache ich inzwischen ganz automatisch: Bei spitzen Teilen halte ich die Nahtlinie ein.


Wenn die Passe rechts auf rechts auf dem Rock liegt, steht die Spitze über. Bevor ich meinen ersten Nähkurs gemacht habe, habe ich mich mit solchen Teilen wirklich gequält und am Ende immer alles schön gerade geschnitten. Das führte natürlich nicht zum gewünschten Erfolg - bis mir die Kursleiterin mal gezeigt hat, wie ich die Teile aufeinander legen muss.


In der Anleitung steht, dass eingeschnitten werden muss. Noch so ein Angstgegner. Die Schere. Einschneiden. Hab ich auch immer erst dann gemacht, wenn ich mir 1000 % sicher war, dass es a) an der richtigen Stelle ist und b) sich wirklich nicht vermeiden lässt.

Die Passe wird also an den Rock genäht, und zwar von der Seitennaht bis zur Spitze in der Mitte. Ganz exakt auf den Punkt genau. Dann wird die Rockbahn eingeschnitten, gerade runter bis an die Naht ran.


Dann erst wird weitergenäht, von der Spitze bis zur Seitennaht. Obwohl ich an dieser Stelle schon ganz kleine Stiche gemacht habe, habe ich den Punkt nicht getroffen. Ich lasse es so, weil man wirklich sehr genau hinsehen muss, und ich den Stoff mit ständigem Auftrenne nicht noch weiter strapazieren möchte. 

 

Das Oberteil wird genauso an die Passe genäht. 
Erst von der Seite bis zur Spitze hin, einschneiden, weiternähen.


Während des Nähens habe ich mir schon Gedanken gemacht, wie ich das Ganze mit dem Futterkleid verstürze. Und ich hätte mir vielleicht VOR dem Nähen Gedanken machen sollen, denn so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe, ist es natürlich nicht. Aber dazu demnächst mehr.