Weihnachtskleid Sew Along - Finale!

Heute ist es tatsächlich soweit: Mein Kleid ist fertig und ich kann am Finale des Weihnachtskleid Along teilnehmen.

Ein ganz großes Dankeschön geht an Katharina, die uns  durch den Sew Along geführt hat und jeden Sonntag zum Stelldichein gerufen hat.

Einige haben zwischenzeitlich die Segeln gestrichen, und ehrlich gesagt: Ich war auch kurz davor.

Meine Wahl für das Weihnachtskleid fiel auf den Schnitt 124 aus der Burda 12/2013. Der Schnitt war für kurze Größen, also habe ich ihn entsprechend meiner Körpergröße angepasst. Das Probekleid saß super, und es wird auch keine Probe bleiben, sondern mit einem Futter versehen und im Sommer 2014 getragen. Gut möglich, dass es sogar ein Anlasskleid wird. Ich habe da sowas im Urin.

Nachdem also die Probe so gut geklappt hat, hatte ich mich dazu entschieden, mein Weihnachtskleid aus weinrotem Satin zu nähen. Dann kam allerdings ein sehr schöner Kurztrip dazwischen. Ein Wochenende weg sein, bedeutet für mich vor- und nacharbeiten, was den Haushalt anbelangt. Also fehlte mir einiges an Zeit. Hinzu kam, dass auch die Lust etwas zu wünschen übrig ließ, der alljährliche Jahres-End-Stress auf der Arbeit und das Bedürfnis nach selbstgebackenen Plätzen hinzukam. Das Weihnachtskleid wurde immer weiter nach hinten geschoben, bis ich schließlich ranMUSSTE. Der Startschuss für unsere Freindschaft! Der Reißverschluss ging nach dem Einnähen nicht mehr zu, die Manschette habe ich nicht so hinbekommen, wie ich es gerne gehabt hätte - außerdem habe ich sie versengt. Zeit und Lust nahmen kontinuierlich ab. Anstatt des Futters habe ich die Faulpelzvariante gewählt, und habe mir einen Beleg gebastelt. Den Saum wollte ich mit Blindstich versäubern, was gründlich missglückte. Genauso wie das Beziehen der Knöpfe. Aber jetzt wollte ich das Ding fertig machen - koste es, was es wolle. Den Saum habe ich mit Saumfix rumgebügelt, und die Knöpfe sind dunkelgrau, aber wenigstens mit farblich passendem Garn. Und so sieht das Endergebnis aus:


Es war wirklich kein Vergnügen, dieses Kleid zu nähen, aber ich finde den Schnitt nach wie vor super und vielleicht - ganz vielleicht - nähe ich ihn mit einem schönen Baumwollstoff nochmal.

Jetzt ist aber erstmal Pause. Wir werden Weihnachten feiern, uns gnadenlos den Bauch vollfressen, mindestens einen Tag von morgens bis abends auf dem Sofa vor der Glotze verbringen und einfach mal abschalten. Ach so: Und natürlich gucke ich drüben auf dem MMM-Blog mir alle Teilnehmerinnen im schicken Weihnachtskleid an!

Ich wünsche Euch allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest, ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr und jederzeit Happy Sewing!
PS: Bei Cat von Allures-und-Couture läuft zurzeit eine Abstimmung zum Nähnerdwort des Jahres. Mitmachen können alle, also auch die bloglosen Leser_innen. Geht mal rüber und guckt, welche Wörter nomminiert sind. Ich habe mein Kreuzchen schon gemacht ;-)

PPS: Ihr wisst ja: Ab 01.01.2014 blogge ich wieder bei Blogspot. Alle Beiträge sind schon rübergeschaufelt und werden demnächst freigeschaltet, es geht also 1:1 weiter!

Donnerstagsgedanken #4

Hach, was bin ich froh. Heute ist mein letzter Arbeitstag in diesem Jahr. Ich muss feststellen, dass ich längst nicht so ausgepowert bin, wie die Jahre zuvor. Und das liegt eindeutig daran, dass ich nicht mehr jeden Tag nach Erkrath gurken muss. Dieser Bürotausch war arbeitstechnisch so ziemlich das beste überhaupt in diesem Jahr. Ich lausche den Staumeldungen und freue mich, dass ich nicht Teil dieser Autoschlange bin, die sich jeden Tag über die A46 quält. Trotzdem freue ich mich auf meinen Urlaub, ein paar freie Tage.
Gestern abend habe ich das Weihnachtskleid fertig gemacht. Den Saum wollte ich per Blindstich nähen, was mir überhaupt nicht geglückt ist. Falten über Falten - eine Katastrophe. Also habe ich die Naht wieder aufgetrennt. Am liebsten hätte ich sie aufgerissen, so wütend war ich. Bei diesem Kleid hat eigentlich nichts so wirklich geklappt, obwohl es wirklich keine Kunst war, diesen Schnitt zu nähen. Zumindest wollte ich passende Knöpfe haben, also bin ich gestern Abend noch losgeschossen, und habe beziehbare Knöpfe und Saumfix gekauft. Als die Verkäuferin mir 4 Meter Saumfix abschnitt, meinte sie: "Sie können doch nähen, wozu brauchen Sie das denn?" "Ja", sagte ich zu ihr, "manche Dinge möchten sich aber von mir nicht nähen lassen. Dann werden die halt geklebt, bevor ich völlig die Fassung verliere." Zu Hause habe ich dann erstmal den Saum bebügelt und danach wollte ich die Knöpfe beziehen. 11 mm groß, die letzte Packung im Regal. Ich habe meinen Stoff mit Vlieseline beklebt, die kleinen Stoffkreise ausgeschnitten, die Kappe auf den Stoff gelegt und in diese weiße Plastikteil gedrückt. Der überstehende Stoff sollte mit einer Schere unter die Zacken von der Kappe gedrückt werden. Super Idee. Klappte leider überhaupt nicht. Weder mit einer Schere, noch mit einem Nahtauftrenner, noch mit einem Fälzelbeil - der Stoff macht da einfach nicht mit. So landeten 6 kleine rote Stoffkreise im Müll. Die Knöpfe habe ich weggepackt; vielleicht versuche ich das mal mit einfachen Baumwollstoff. Hätte ich nachgedacht, hätte ich gleich 6 Ersatzknöpfe mitgenommen. So hat dieses Kleid nun graue Knöpfe aus meinem Fundus. Ich sage mir immer wieder: Es ist nur einen Abend, den wir zusammen verbringen müssen. Das geht auch mit grauen Knöpfen, nude-farbenem Zipper und ungefüttert. So.
Auf alle Fälle habe ich mir schon Gedanken um mein nächstes Projekt gemacht, während mein Knopflochnähfuß ein perfektes Loch nach dem nächsten zauberte. Wenigstens einer, der mitmacht! Ich hätte gerne einen Tellerrock, bin mir aber noch nicht sicher, wie ich den Bund arbeiten soll. Ich hätte gerne einen breiten Formbund - ich muss mal gucken, ob es hierzu nicht ein Schnittmuster in meiner Sammlung gibt.
Als nächstes steht allerdings der Umzug nach Blogger auf dem Plan. Gestern habe ich meinen Reader bei WP gelöscht und den bei Blogger vervollständigt. Ich liege also in den letzten Zügen. Am Sonntag, wenn das Finale vom WKSA ist, poste ich hier das letzte Mal, danach ist alles drüben zu finden.

CreaDienstag am 17.12.2013

Genau noch eine Woche bis Weihnachten, der Countdown läuft. Während bei einigen der Stress jetzt erst losgeht, wird es bei mir wieder ruhiger. Letzte Woche war ziemliches Chaos, nicht nur arbeitstechnisch. Am meisten ärgere ich mich darüber, dass ich mir auch noch selbst ein Bein gestellt habe. Dabei fing der vergangene Dienstag so gut an, und ich bin gut gelaunt morgens mit dem Hund zur Gassirunde aufgebrochen. Als ich die Tür ins Schloss gezogen habe, fällt mir im selben Moment siedendheiß ein, dass der Haustürschlüssel noch am Schlüsselbrett hängt. Verdammt, verdammt, verdammt!! Kurz die Gedanken sortieren: Keine Kaffeemaschine an, nur das Licht brennt. Also kann schon mal nichts passieren. Aber wie komme ich jetzt wieder ins Haus? Meine Schwiegereltern haben zwar einen Ersatzschlüssel, aber ich hatte natürlich auch kein Handy dabei - außerdem war es halb sieben, da schlafen die ja noch. Also blieben nicht mehr so viel Möglichkeiten über. Ich entschied mich dazu, ins Büro zu laufen. Das sind ja inzwischen nur noch 6,8 km. Nach guten 1,5 Stunden kamen der Hund und ich auch dort an. Ein Kollege war dann so lieb und spielte Taxi für mich. Er fuhr mich zu meinen Schwiegereltern, damit ich den Ersatzschlüssel abholen und wieder zu Hause reinkonnte. Zumindest war ich dann auch wieder mobil und hatte mein Geld, damit ich abends noch ein paar Geschenke besorgen konnte.

Die Strecke zu laufen war übrigens nicht so schlimm, wie es sich jetzt vielleicht anhört. Als Hundebesitzer bin ich es gewohnt, täglich ein paar Kilometer zu machen. Ich finde es ganz schrecklich, dass es tatsächlich Leute gibt, die sich einen Hund anschaffen und es dann immer nur bis zur nächsten Grünfläche schaffen. Und diese Leute sind weder alt noch gehbehindert.

Aber ich wollte eigentlich etwas anderes schreiben. Wie gesagt, bei mir wird es jetzt ruhiger, und ich habe Zeit und Lust, noch ein paar kleine Kleinigkeiten zu fabrizieren. Zum Beispiel diese Schlüsselanhänger, mit einem Freebie von Anja Rieger.

Ich mag das Motiv total gerne, aber die Datei ist etwas friemelig. Um die Vorder- und Rückseite mit einem Motiv zu versehen, wird das fertig gestickte Rückenteil unter den Stickrahmen geklebt, "oben" auf dem Rahmen wird das Vorderteil gestickt. Ging beim ersten Mal natürlich sowas von in die Hose..... Beim zweiten Mal habe ich nicht nur das Rückteil mit Klebeband an den Rändern abgeklebt, sondern auch mit Klebestift nachgeholfen. Und so entstanden dann innerhalb kurzer Zeit drei Anhänger auf einmal.
Davon wird es auf alle Fälle noch eine Rutsche geben! Ich finde, solche Kleinigkeiten sind optimale Ergänzungen, um zum Beispiel ein Gutschein-Geschenk etwas aufzupeppen.

Noch mehr Ideen gefällig? Beim CreaDienstag gibt es wie immer eine ganze Menge davon.

Weihnachtskleid Sew Along Teil 5

Ja. Mein Weihnachtskleid. Ich sag mal so: Wir tolerieren uns mittlerweile. Ich gehe davon aus, dass dieses Kleid Weihnachten nicht zusammengeknüllt in der Ecke liegen möchte, alleine und im Dunkeln, deswegen nähe ich es fertig.

Heute ist das 5. Treffen auf dem MMM-Blog. Angeführt von Katharina heißt es:

WKSA Teil 5:
Nur noch der Saum! / Ich könnte hier nochmal nachbessern / Ich bin fertig, zeige aber noch nichts / Ich bin ein Streber und nähe jetzt noch ein Tüdeldü für meine drei Weihnachtskleider


Nur noch der Saum.... schön wär´s!

Weil ich vergangenes Wochenende aus Trallafitti war, fehlt mir jetzt ziemlich viel Zeit. Und einiges ist schief gelaufen, was mir immer ein bisschen Lust und Euphorie nimmt.

Ich habe den Reißverschluss eingenäht. Und zwar wie immer. Er hat sich auch wie immer einnähen lassen, aber danach ging er nicht mehr zu. Weiß der Geier, warum. Auch mein Mann kam nicht hinter das Geheimnis. Das war dann der Moment, wo ich dachte: Leck mich am Arsch. Und zwar ganz unweihnachtlich. Ich quäle mich regelrecht ins Nähzimmer, bin müde und kaputt - und dann streikt das Mistding?!? So nicht.

Zwei Tage später machte ich dem Kleid ein Friedensangebot: Ich verpasse ihm einen neuen Reißverschluss, und im Gegenzug muckt das Kleid nicht mehr und lässt sich bis zum Ende ohne Rumgezicke fertig nähen.

Immer noch im LMAA-Modus habe ich einen nude-farbenen RV eingenäht, weil ich keinen anderen mehr hatte. Jetzt ist der Zipper halt nicht rot oder schwarz, aber der Reißverschluss lässt sich schließen. Gut, die Nähte treffen nicht an den Stellen aufeinander, wo sie das sollten, aber auch das nehme ich mit einem Schulterzucken hin. Ich sitze an Weihnachten zu 99 % auf Stühlen und Sofas, keiner steht hinter mir und denkt: "Na, da hätte sie sich aber mal mehr Mühe geben können! Geht ja gaaaaaaaaaaar nicht! Tsss!"

Nachdem dieser Arbeitsschritt getan war, kam wieder ein bisschen Motivation zurück, und ich entschloss mich, die äußere Manschette zu verstärken. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Tja, so schnell kann sich das bisschen Nählust wegbrennen lassen. Maschine aus, Bügeleisen aus, Licht aus. Ende. Zumindest für heute.

Gestern Abend stand dann auf einmal der Ehrgeiz vor der Tür und sagte: "Los jetzt! Ran an den Speck!" Also habe ich die Manschette erneut zugeschnitten und verstärkt, habe den Ärmelschlitz eingefasst (was mit diesem Stoff wahrlich kein Vergnügen ist!), habe die Manschetten an die Ärmel und die Ärmel ans Kleid genäht. Und so sieht es jetzt aus:

Ich habe noch keine Knopflöcher, geschweige denn Knöpfe. Auch auf das Futter werde ich aus Zeitgründen wohl verzichten. Notfalls wird ein Beleg gebastelt und damit der Halsausschnitt verstürzt. Die einzig gute Nachricht: Das Kleid passt. Und es ist natürlich dunkelrot, und nicht so komisch eingefärbt wie auf den Fotos.

Wie weit die anderen sind, ob vielleicht schon einige ganz ungeduldig mit ihrem schicken neuen Kleid unterm Baum sitzen, oder ob anderswo die Segel ganz gestrichen wurden: Hier, auf dem MMM-Blog geht´s weiter.

Donnerstagsgedanken #3

Heute bin ich spät mit dem Post, aber gegen Ende des Jahres ist immer der Wurm drin. Immer. Ich versuche, mich nicht zu stressen, aber ich scheitere. Jedes Jahr nehme ich mir vor, die Geschenke nicht auf den letzten Drücker zu besorgen, aber auch das bekomme ich nicht hin. Hinzu kommt die Backerei, die mir zwar Spass macht, aber halt auch Zeit kostet. Und dieses Jahr bin ich ja auch erstmals beim Weihnachtskleid Sew Along dabei. Ich muss zugeben, dass ich immer noch kein Stück weiter bin. Ich wollte am Montag den Reißverschluss einnähen, aber das hat leider überhaupt nicht geklappt. Das Nähen war kein Problem, aber der RV ging einfach nicht mehr zu. Die ersten paar Zentimeter habe ich noch geschafft, danach ging nichts mehr. Ich zog, und zog, und zog - aber dieses Mistding blieb hartnäckig an Ort und Stelle. Das sind dann so Momente, wo mich die Wut packt. Ich hätte den RV rausreißen können, so sauer war ich. Weil mir das auch nicht weiterhilft, habe ich wütend das Kleid zusammengeknüllt und in die Ecke geworfen. Für mich war das Ding gegessen. Am Dienstag habe ich das Kleid mit spitzen Fingern wieder aus der Ecke geholt, den RV rausgetrennt und weggeworfen. Ich muss dazusagen, es war kein Marken-, sonder ein NoNameProdukt, was sich einfach nicht gut verarbeiten lässt. Ich habe jetzt leider erst am Wochenende wieder Zeit, mein Glück nochmal mit einem teuren RV zu versuchen. Ich hoffe, am Sonntag wieder beim WKSA-Treffen dabei sein zu können.

Letztes Wochenende war ich in Traben-Trabach auf einem unterirdischen Weihnachtsmarkt. Also, korrekterweise heißt das Ding Wein-Nachts-Markt, aber das Ergebnis ist das gleiche ;-)

Was mich überrascht hat, waren die wirklich niedrigen Preise. Nicht nur Essen und Trinken war günstig und lecker, sondern auch die angebotenen und teilweise wirklich selbstgemachten Dinge. Bei Nette von Regenbogenbuntes läuft zurzeit eine Diskussion über die Preise für Selbstgemachtes. Ich kann verstehen, dass das die Gemüter immer wieder erhitzt. Die Leute wollen tolle Sachen kaufen, hochwertige Materialien zwischen den Fingern spüren und natürlich alles sauber verarbeitet haben, aber können die Käufer auch die Arbeit einschätzen, die dahintersteckt? Wieviel Ärger, wieviel Fehlversuche, wieviel Verschnitt man hat? Die Tasche, die ich neulich gestickt habe, hat etwa eineinhalb Stunden gedauert. Zwei Nadeln gingen drauf und zwei Bögen Stickvlies. Mein Mann hat lange rumgefummelt, bis er den Zipper eingefädelt hatte (ich versuche das erst gar nicht), und bis alles vorbereitet ist.... Unter dem Strich kann man sagen, dass mich die Tasche zwei Stunden gekostet hat. Zuzüglich der Materialkosten. Nur mal so am Rande.

So, und jetzt hole ich ein paar meiner Plätzchen, zünde die zig Kerzen und Teelichter an, die wir hier aufgebaut haben, und genieße meinen Feierabend. Wir lesen uns am Sonntag wieder!

PS: Ab dem 01.01.2014 findet Ihr mich hier

Donnerstagsgedanken #2

Ich bin immer noch baff: Am Sonntag habe ich Euch die Probe für mein Weihnachtskleid gezeigt. Vielen, vielen Dank für all die lieben Kommentare! Das hat mich wirklich gefreut. Inzwischen bin ich mit dem "richtigen Kleid" genauso weit. Gerne würde ich es am Sonntag zeigen, aber ich glaube, dass schaffe ich nicht. Heute Abend muss ich meinen Koffer packen, denn ich fahre gemeinsam mit zwei anderen Mädels übers Wochenende in den Hunsrück. Zuerst wollten wir nach Nordholland ans Meer, aber bei den Wetteraussichten bin ich froh, dass das nicht geklappt hat. Wir werden auch im Hunsrück eine Menge Spaß haben, wollen nach Traben-Trabach auf den unterirdischen Weihnachtsmarkt, und natürlich mit den Hunden (insgesamt 6 Labbis) ein paar Runden drehen. Da muss das Weihnachtskleid sich leider noch bis Anfang der nächsten Woche gedulden.

Ich weiß gar nicht mehr, was mich im Sommer dazu getrieben hat, zu Wordpress zu wechseln. Auf alle Fälle wurden meine Vorstellungen und Erwartungen nicht annähernd erfüllt. Ich komme mit dem Programm schlecht zurecht, bin genervt von den Widgets und vermisse schmerzlich die persönliche Note von meinem Blog. Ich will eine andere Schrift, eine andere Hintergrundfarbe, ein anderes Bild. Vielleicht will ich auch mal ein Video einfügen. Hier kann ich nicht rumspielen, hier heißt es: Friss oder stirb. Oder zahle Geld. Nicht so das, was ich mir vorgestellt habe. *heulheulheul* Ich hoffe, Ihr seid nicht allzu genervt von meinem Hin und Her, aber hier fühle ich mich nicht wohl und werde einfach nicht warm mit dem ganzen Programm. Das Dashbord ist unübersichtlich, der Reader dauert mir viel zu lange, und das Einfügen der Bilder ist über diese Mediathek extrem umständlich und nervt mich ebenfalls. Es ist einfach nicht schön. Deswegen habe ich mir bei Blogger eine 2. "Zufall, wenn´s klappt"-Seite eingerichtet, die ich jetzt so richtig schön machen werde. Und wenn mir blau nicht mehr gefällt, dann nehme ich halt türkis. Oder grün. Hach, ich freue mich drauf. Den WKSA mache ich hier auf alle Fälle noch fertig, zwischen den Jahren ziehe ich um und ab dem 01.01.2014 bin ich dann wieder zu Hause. Wer will, kann sich hier schonmal einen Platz in der 1. Reihe sichern ;-) Bis dahin sollte ich es auch geschafft haben, die Blogliste zu aktualisieren und das Bloglovin-Logo wieder einzubinden.

Ansonsten war die Woche verhältnismäßig ruhig. Zwischen Weihnachtsdeko rauskramen, Plätzchen backen und Weihnachtskleid nähen ist nicht allzuviel passiert. Im Moment scheint ganz Deutschland auf "Xaver" zu warten. Hoffentlich wird es nicht ganz so schlimm. Haltet Euch gut fest!

Me Made Mittwoch am 04.12.2013

Erinnert Ihr Euch noch an mein Kostüm? Dafür habe ich einen Rock genäht, der letztendlich dann nicht zur Jacke gepasst hat, weil die Falten und (meiner Meinung nach) vor allen Dingen die Quernaht einfach zuviel waren. Trotzdem kommt er zum Einsatz. Und heute - beim MeMadeMittwoch mit Wiebke im tollen Tellerrock - zeige ich Euch, wozu der Rock besser passt:

Im Nachhinein bin ich ganz froh, dass er nicht zur Jacke gepasst hat, denn er ist doch recht kurz. Aber so, mit dicker schwarzer Strumpfhose finde ich ihn (gerade noch) tragbar.

Gut, dass man sich manchmal im Spiegel fotografiert. Da sieht man wenigstens mal die ganzen Flecken...

Wie steht Ihr denn zu so kurzen Röcken? Ist das für Euch allein eine Frage der Figur? Oder eine Frage des Alters? Oder beides? Oder ist eher der "Einsatzort" ausschlaggebend? Im Büro ziehe ich den Rock zum Beispiel nicht an, dafür finde ich ihn zu kurz - obwohl ich glaube, alle meine Kollegen (m!) würden sagen: "Och, den kannste ruhig anziehen!" Oder macht man sich einfach selbst zu viele Gedanken?

Ich werde mich künftig - sprich: Nächstes Jahr - mal mit etwas längeren Röcken beschäftigen, und mir endlich auch mal einen Tellerrock nähen. Die Dinger sind einfach nur toll!

Weihnachtskleid Sew-Along, Teil 3

Auf dem MMM-Blog - angeführt von Katharina - findet heute schon das 3. Treffen für den Weihnachtskleid Sew-Along statt. Kinners, die Zeit rennt, oder?

Jetzt aber los, erste Nähte sind gemacht!  / Endlich hab ich angefangen / Probemodell sitzt, ich kann den richtigen Stoff zuschneiden / Ich bin ein Streber und nähe jetzt mein zweites Weihnachtskleid

Fakt ist, dass ich nicht zu den Strebern gehöre. ABER: Ich habe ein Probemodell genäht! Eigentlich unglaublich, weil ich für sowas schlichtweg zu faul bin, aber diesmal habe ich Veränderungen am Schnitt vorgenommen, und da wollte ich kein Risiko eingehen. Und außerdem wollte ich mich nicht blamieren. ;-)

Mein Schnitt ist eine Kurzgröße, also optimiert für Menschen mit einer Körpergröße von 1,60 Meter. Ich bin 1,68 cm und somit "normal groß". Vorder- und Rückenteile sowie die Ärmel müssen entsprechend angepasst werden. In Zeiten von Bildbearbeitungsprogrammen habe ich mit ganz viel Liebe ein paar Pfeile auf Papier gemalt und die Zettelchen dahin gelegt, wo ich den Schnitt um jeweils 1 cm auseinander gezogen habe (an dieser Stelle mal einen ganz lieben Gruß an meinen Herrn Papa).

Rückenteil


Vorderteil

Der Ärmel wurde am unteren Pfeil um 1 cm, am oberen Pfeil (Armkugel) um 0,75 cm vergrößert. Außerdem wurde er links und rechts um jeweils 1 cm verbreitert.

Ärmel

Genäht war das Kleid ziemlich fix. Okay, das Nähen der Spitze muss ich noch ein bisschen üben, aber es ist ja nur das Probemodell, und da kommt es darauf an, ob es passt. Und tadaaaa:


Ich halte mir das Kleid hinten zu, aber ich glaube, man kann trotzdem davon ausgehen, dass die Änderungen gelungen sind und das Kleid gut sitzt. Überrascht bin ich davon, wie super das mit der Passe hinkommt. Ich habe keine Bedenken mehr, dass das auftragen könnte!

Die Ärmel müssen noch eingesetzt werden, aber da bin ich auch recht zuversichtlich. Ich werde ein kurzes Update geben, wenn es soweit ist.

Die Probe gefällt mir übrigens so gut, dass ich mir schon überlegt habe, die Spitzen an der Passe nochmal zu korrigieren, das Kleid mit einem dünnen Stoff zu füttern (der Probestoff ist seeeehr durchsichtigt), und aus der Probe ein richtiges Kleid zu machen. Vielleicht ohne Ärmel, als Sommervariante. Aber das schiebe ich erstmal auf die lange Bank.

Hier werden jetzt erstmal noch ein paar Plätzchen gebacken. Euch einen schönen 1. Advent!


Update 02.12.2013
Ich habe die Ärmel eingesetzt. Die Änderungen oben in der Armkugel und die Verbreiterung links und rechts habe ich wieder revidiert. Der Ärmel war viiiiel zu groß, nie hätte ich den ins (mir passende) Armloch bekommen.
Jetzt sind alle wichtigen Teile angepasst, nun kann ich an den richtigen Stoff gehen.

Donnerstags-Gedanken #1

Das hier sollte zwar ein Näh-Blog werden, aber was ist, wenn ich nichts nähe? Dann liegt das Ding hier brach? Nö. Es gibt genügend Dinge, mit denen ich mich (zwangsweise) auch noch beschäftige, und einmal die Woche möchte ich darüber schreiben.

Zunächst einmal der aktuelle Stand meiner Näh-Projekte. Ich habe es am Dienstag geschafft, den Schnitt für mein Weihnachtskleid abzupausen. Bogen C, roter Schnitt, Teile 1-9. Das alles am Esszimmertisch in rückenunfreundlicher Höhe, weil ich ja das CL-Spiel des BVB nicht verpassen wollte. Am Ende des Spiels hatte der Bender eine gebrochene Nase und ich hatte Rücken. Jetzt müssen die Teile noch entsprechend vergrößert werden. Und ich will ein Probekleid nähen, das ich am Sonntag beim 3. Treffen der WKSA-Näherinnen vorweisen kann.

Parallel zum Weihnachtskleid bastel ich an einem Wickel-Rock, ebenfalls aus der Dezember-Burda 2013. "Basteln" ist hierfür die besser Bezeichnung als "Nähen", denn irgendwie tue ich mich sehr schwer, die Anleitung umzusetzen, und ich probiere rum. Inzwischen hängt der Rock, an dem nichts weiter genäht sind als die Seitennähte, schon über eine Woche auf der Puppe. Vielleicht sollte ich diese verkomplizierte Anleitung einfach mal beiseite legen und das so machen, wie ich es meine.

Gestern war wieder großes Schaulaufen auf dem MMM-Blog. Ich mache dort gerne mit, wenn ich etwas passendes und die Zeit für einen Post mit den entsprechenden Fotos habe, ansonsten klicke ich mich durch die Bilder und bestaune, was andere so alles produzieren. Besonders toll fand ich wieder das Outfit von Ella Mara. Und wieder juckt es in meinen Fingern, auch mal einen Tellerrock zu nähen. Meine To-Do-Liste wird immer länger....

Donnerstags endet übrigens unsere Arbeitswoche. Keine Angst, ich rede nicht in der 3. Person von mir, sondern mit "uns" meine ich meinen Hund und mich. Der darf nämlich mit ins Büro. Hier lässt er sich von meinen Kollegen den Bauch kraulen, begrüßt Gäste mit einem Handkuss und sorgt dafür, dass der Boden krümelfrei ist. Und dass keine fressbaren Rückstände in den Papierkörben bleiben. Mein Hund ist nämlich einer von den verfressenen Rassen - und das ist nicht nur ärgerlich, wenn er den Kuchen vom Tisch klaut, sondern auch gefährlich, wenn man die ganzen Giftköder-Meldungen der vergangenen Tage mal berücksichtigt. Es ist wirklich unfassbar, dass Plätzchen mit Rattengift und Fleischwurst mit Nägel ausgelegt werden, um den Hunden Schäden zuzufügen. Oder sie gleich ganz zu eliminieren. Die Frage nach dem "Warum" wird mir keiner beantworten können. Ich hoffe nur inständig, dass dieser Kelch an mir und meinem Hund vorrübergeht - und auch sonst keinen trifft.

Die Woche zwischen Totensonntag und 1. Advent wird traditionell zum Schmücken genutzt. Wenn ich jetzt abends mit dem Hund meine Runde gehe, dann kann ich beobachten, wie nach und nach die Fenster, Häuser und Gärten mit Lichter geschmückt werden. Ganz ehrlich? Ich mag das. Wenn es nicht übertrieben wird, und man vor lauter bunten Lichtern die Augen zukneifen muss. Und wenn es dann noch schön kalt ist und nach Schnee riecht, fallen mir immer ganz viele Dinge aus meiner Kindheit ein. Zum Beispiel das Schlittenfahren bei Schimmel´s auf der Wiese oder dieser hässlich-bunt-blinkende Stern im Wohnzimmerfenster der Leute, die ganz am Anfang unserer Straße gewohnt haben. Ich finde es interessant, dass der Winter einen Geruch hat, mit dem ich sofort etwas aus meiner Kindheit verknüpfe, die anderen Jahreszeiten aber relativ geruchsneutral für meine Erinnerungen sind.

Seit gestern ist die Vorschau der Januar-Burda online - und mein erster Gedanke war: Ja! Es gibt eine Verwendung für meine alte Sofa-Decke!

Die sieht nämlich tatsächlich genauso aus, aber ich kann Euch versichern: Kein einziges Tier musste für meine Decke sein Leben lassen. Ich hoffe, für den o.g. gezeigten Stoff trifft das auch zu und es ist ein Pelz-Imitat.

Außerdem hat gestern Abend Marcel Ostertag bei Fashion Hero gewonnen. War keine große Überraschung, und interessiert hat es auch keinen. Bevor die Sendung gekürzt und ins Spätprogramm verschoben wurde, habe ich da mal reingesehen. Keine Ahnung, um was es da eigentlich ging - außer ums Werben und Verkaufen. Da wurde nichts genäht, da wurde nichts großartig konstruiert - wie lange muss Deutschland eigentlich noch auf den Great Sewing Bee warten?

Sticken für´s Stadtmädchen

Vor zwei Wochen haben wir bei einer lieben Bekannten von uns die Küche aufgebaut. Ihre Tochter war auch dabei, und während einer Kaffeepause fragte sie mich: "Du kannst doch nähen, oder?" Ich sage: "Ja", und denke: Hoffentlich will sie keine Tasche.....

Ich bin eine schlechte Taschennäherin. Ich habe da einfach kein Händchen dafür. Als hätte sie es geahnt, meinte sie: "Kannst Du mir eine Tasche nähen? So eine kleine Kosmetiktasche?"

Ich zögerte: "Mhm, ich weiß nicht - ich brauche da unbedingt ein Schnittmuster dazu, eine Anleitung, und dann auch den entsprechenden Stoff...." Während ich noch nach Ausreden suchte, schnappte sie sich schon ihr Smart-Phone und murmelte: "Guck mal...... sowas in der Art..... das habe ich mir vorgestellt..... Das hier!" Sie reichte mir das Handy rüber und zeigte mir ihre Wunsch-Tasche.

Zu meiner freudigen Überraschung war es ein Kosmetiktäschen, das nicht genäht, sondern gestickt wird! Juhu! DAS kann ich. Sogar die Stickdatei hatte ich mir mal irgendwann hier gekauft. Schnell wurden wir uns einig, und ich packte seit langer Zeit mal wieder mein Stickmodul aus.

Aber wie immer, wenn ich etwas für andere mache, geht etwas schief. Zuerst der absolute Super-GAU: Die Maschine stickte in die falsche Richtung, die Nadel donnerte auf den Rahmen und brach ab, der Rahmen verkeilte sich und die ganze Chose blieb stehen. Verdammt. Warum die Maschine in die falsche Richtung lostackerte, weiß ich nicht. Ich konnte den Schaden aber Gott sei Dank beseitigen, ohne nochmal komplett von vorne anfangen zu müssen.



Ich liebe solche ITH-Stickdateien.... leider ließ weiterer Ärger nicht länger auf sich warten.  Der Schriftzug wurde gestickt, und da verzweifelte ich fast. Der Oberfaden riss, und riss, und riss. Ich habe die Nadel getauscht, die Geschwindigkeit und letztendlich auch die Oberfadenspannung reduziert. Dann lief es endlich. Endlich! Keine Ahnung, was am Fadenbruch schuld war, aber sowas kostet mich immer Nerven und ärgert mich - gerade, wenn es für andere ist, und besonders gut werden soll.

Und dann kam wieder so ein seltsamer "Fehl-Stick":



Auch hier tackert die Maschine völlig unerwartet los. Was auch immer das werden sollte - ich konnte es rechtzeitig stoppen.



Heraus kam dann aber doch noch eine ganz nette Kosmetiktasche, die heute von ihrer neuen Besitzerin in Empfang genommen wird. Sogar an ein Handmade-Label habe ich gedacht!



Hach, ich mache sowas trotzdem gerne. Ich hoffe, ihre neue Besitzerin hat Spaß damit.

Aber bevor die Tasche mit auf Reisen geht, kommt sie erstmal zum CreaDienstag. Das neue System dort finde ich im Übrigen sehr gut. Ihr auch?

Weihnachtskleid Sew-Along Teil 2

Heute auf dem Terminkalender:

Jetzt nähe ich doch lieber was die anderen alle nähen / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Taddaa, zugeschnitten! / Der Stoff reicht nicht, Hilfe!

Für mein Weihnachtskleid hatte ich unter anderem ja diese Kleid in die engere Wahl gezogen:


Leider schaffe ich es nicht, diese Spitze zu nähen. Ich kann den Stoff einfach nicht so legen und stecken, damit ich es dann faltenfrei hinbekomme. Weiß der Geier, wie das gehen soll.

Da ich aber schon so viel Zeit mit Schnitt abnehmen und Zuschneiden verbracht habe, wollte ich nichts unversucht lassen, und das Kleid retten. Also schnitt ich die Spitzen weg, nähte einfach gerade und wollte die Spitze dann nachträglich auf den Stoff nähen. Hat natürlich nicht geklappt. Das Kleid sieht einfach nur schrecklich aus. Mal sehen, ob ich mich irgendwann nochmal dazu aufraffen und eine Lösung finden dafür finden kann.
Also mache ich mich an Kleid Nr. 124 - scheinbar einer der Favoriten bei diesem WKSA.


Ich habe sogar passenden Stoff gefunden, den ich im September in Klagenfurt in einem Stoffgeschäft mitgenommen habe - leider ist da ein Loch drin. Ist beim Zuschneiden gar nicht aufgefallen, jetzt hoffe ich, dass es trotzdem reicht.

Als erstes muss ich mal den Schnitt vergrößern, und dann werde ich mir ein Probekleid nähen. Viele haben Bedenken, dass die Hüftpasse etwas zu sehr auftragen könnte - ich auch. Also muss erstmal eine Probe her. Wenn es nichts aussieht, bleibt mir ja immer noch das Princess-Kleid.

Es sind noch genau vier Wochen bis zum Fest, ich bin recht zuversichtlich, dass ich das noch hinbekomme. Wie weit die anderen sind? Hier kann man gucken.

Weihnachtskleid Sew Along 2013

Wie aufregend!!! Letztes Jahr habe ich mir noch die Nase am Monitor platt gedrückt, habe all die schönen Kleider bewundert, die im Rahmen des WKSA 2012 entstanden sind. Damals hatte ich noch keinen Blog, aber ich glaube, dieser Sew Along war mit der Auslöser, dass ich mich doch "getraut" habe, einen eigenen Nähblog zu schreiben, und nicht immer nur zu lesen.

Jetzt geht der diesjährige WKSA los - und ich bin mit dabei! Juhu!!


Das sind die Termine - be- und geschrieben von der lieben Katharina - die bis zum Finale am 22.12.2013 anstehen:

17.11.2013 WKSA Teil 1:
Ich bin ein Streber und habe schon alles zusammen gesucht / Ich habe noch überhaupt keinen Plan und sage stattdessen ein Gedicht auf / Ich gucke mal, was die anderen so nähen / Dieser Stoff soll es sein, nur was für ein Schnitt?? / Kleine Rückblende: mein Weihnachtskleid 2012/2011

24.11.2013 WKSA Teil 2:
Jetzt nähe ich doch lieber was die anderen alle nähen / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Taddaa, zugeschnitten! / Der Stoff reicht nicht, Hilfe!

01.12.2013 WKSA Teil 3:
Jetzt aber los, erste Nähte sind gemacht!  / Endlich hab ich angefangen / Probemodell sitzt, ich kann den richtigen Stoff zuschneiden / Ich bin ein Streber und nähe jetzt mein zweites Weihnachtskleid

08.12.2013 WKSA Teil 4:
Uahh, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin megastolz! / Soll ich hier noch eine Borte aufnähen, was meint ihr? / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder?

15.12.2013 WKSA Teil 5:
Nur noch der Saum! / Ich könnte hier nochmal nachbessern / Ich bin fertig, zeige aber noch nichts / Ich bin ein Streber und nähe jetzt noch ein Tüdeldü für meine drei Weihnachtskleider

22.12.2013 WKSA Finale
*****Es ist so schön geworden!****

Heute geht es also erstmal um das Grobe: Was soll ich nähen, was für ein Stoff nehme ich? Meine erste Wahl fiel auf das Kleid  Nr. 124 aus der Burda 11/2013.



Es ist zwar in Kurzgrößen, aber das sehe ich nicht als Problem. Was für mich eher ein Problem darstellt: Ich habe noch keinen passenden Stoff dafür gefunden. Also habe ich weiter geblättert, und bin bei Kleid Nr. 129 hängengeblieben.



Das Kleid finde ich richtig toll. Je länger ich es mir betrachte, desto besser gefällt es mir. Wenn es nicht mein Kleid für Weihnachten wird, dann werde ich es mir trotzdem mal nähen.

Und ich habe noch ein Kleid, welches mir sehr gut gefällt, und zwar Kleid Nr. 121 aus der Burda 11/2012.



Eigentlich ein toller Schnitt für ein Weihnachtskleid, aber finde ich dafür auch den passenden Stoff? Gerne würde ich einen nehmen, der nicht einfach nur so platt runterhängt, sondern dem Rock auch ein bisschen Fülle verleiht. Mal sehen, ob ich da etwas passendes finde.

Ich gehöre also gewiss nicht zu den Strebern, sondern bin noch ziemlich unentschlossen. Und deswegen gehe ich jetzt mal rüber auf den MMM-Blog, wo der WKSA von Katharina geleitet wird, und gucke mich mal ein bisschen um. Nächste Woche bin ich dann hoffentlich weiter, und weiß genau, in welchem Outfit ich dieses Jahr Weihnachten unterm Baum sitze...

Me Made Mittwoch am 13.11.2013

Als vor etwa vier Wochen die November-Burda bei mir im Briefkasten lag, habe ich mich sofort in das Kleid 108 verliebt. Vier Tage später hatte ich den passenden Stoff dafür. Leider wurde die Zeit dann etwas knapp, aber vergangenes Wochenende konnte ich loslegen. Endlich. Freitag Abend das Kleid genäht, Sonntag Abend die Ärmel eingesetzt und Montag gesäumt. So fix war ich noch nie. Außerdem habe ich für das Kleid eine Schnittmusterbesprechung bei My Pattern My Fashion hinterlassen.
Für das Kleid braucht man vergleichsweise viel Stoff: 3,60 Meter für alle Größen ist angegeben. Ich hatte nur 3,50 Meter und habe noch 60 cm Stoff übrig. Ob ich mir davon evtl. den passenden Loop nähe? Der Ausschnitt ist für den kühlen Herbst doch sehr offenherzig, aber das ist ja typisch für Burda, nicht wahr?


Die Reißverschlüsse an den Ärmeln wären bei mir jetzt nicht unbedingt von Nöten gewesen - ich käme auch ganz gut ohne aus - aber ich finde, es ist ein Hingucker. Allerdings kann ich - wenn die Reißverschlüsse ganz offen sind - den RV am Rücken alleine auf- und zumachen. Das finde ich ungemein praktisch. Nichts ist schlimmer als ein Kleidungsstück, welches man nicht alleine an- und ausziehen kann! Ich muss aber auch dazusagen, dass ich die vollen 22 cm des Reißverschlusses ausgenutzt habe, und nicht nur die 12 cm bis zur Kennzeichnung, so wie es von Burda vorgesehen ist.



Außerdem hat das Kleid Nahttaschen. Sehr praktisch!


Mein Kleid ist ein paar Zentimeter kürzer, weil ich einfach mal wieder vergessen habe, beim Rockteil die Saumzugabe zu berücksichtigen. Macht aber nichts, wie ich finde. Ich mag das Kleid genau so.

Mehr selbstgenähtes gibt es auf dem MMM-Blog, wo heute uns heute Lucy einen bunten Rock mit selbstgemachter Paspel zeigt. Und das sieht verdammt gut aus.

Meine Berliner Mitbringsel

Das letzte Wochenende haben wir gemeinsam mit Arbeitskollegen von meinem Mann in Berlin zugebracht. Ich hatte mich sehr darauf gefreut - nicht nur auf unsere kleine Reisegruppe, sondern auch auf den Stoffmarkt am Maybachufer. Nach dem Mittagessen, was gefühlte fünf Stunden gedauert hatte, konnten wir dann auch endlich los. Zum Glück hatte der Regen ein Nachsehen und verschonte uns. Schon morgens während unserer kleinen Stadtführung war er unbarmherzig, und auch wenn wir alle diese Kombination "Fahren-und-Laufen" zur Erkundung eines Mini-Teils von Berlin super fanden, weil wir dadurch ja viel mehr sehen konnten - der Regen war einfach nur lästig.

Nichts desto trotz habe ich zwei schöne Stoffe gefunden, die für wirklich kleines Geld dort zu haben waren (ja, leider nur zwei; manchmal bin ich halt echt vernünftig):



Der mittlere Stoff wird - klar - ein Kostüm. Der rechte weiß noch nicht so ganz, was er mal werden will; evtl. eine Jacke? Auch wenn es so aussieht, es ist kein Fleece, und die blaue Seite ist auch eigentlich viel dunkler. Mal sehen, was mir dazu einfällt.

Der linke Stoff ist nicht aus Berlin, sondern aus Bochum. Und der hat auch seinen Verwendungszweck schon gefunden.

In der aktuellen November-Ausgabe der Burda ist mir dieses Kleid sofort aufgefallen. Den Original-Stoff mit 35,00 €/m fand ich recht teuer, also musste eine Alternative her. Für das Kleid sind schließlich 3,50 Meter Stoff veranschlagt - soviel wollte ich dann doch nicht ausgeben. Wer weiß, ob mir das Kleid so gelingt, wie ich es mir vorstelle? Mein Chiffon-Kleid aus Tweed liegt zurzeit ja auch in der UFO-Kiste... obwohl ich das eigentlich dazu nehmen wollte, und bei My Pattern My Fashion eine Schnittmusterbesprechung zu hinterlassen. Ich war schon ziemlich geknickt, weil ich es eigentlich versprochen hatte, aber zum Glück fiel mir dann - passend zur Jahreszeit - mein Parka ein, den ich in meinem letzten Nähkurs gemacht habe.

Das Kleid aus der Burda wollte ich mir ursprünglich für den anstehenden WKSA aufheben, aber ich bin ungeduldig und musste damit anfangen. Außerdem ist mir in der Vorschau für die Dezemberausgabe schon das nächste Kleid ins Auge gesprungen, welches viiiiiieeel schöner ist. Also habe ich gestern Abend die Teile abgepaust und zugeschnitten, damit ich heute Abend loslegen kann.

Einen Schnitt für mein nächstes Kostüm habe ich noch nicht. Aber wenn wir schon beim Thema sind: Nochmal ganz lieben Dank für all Eure Kommentare zu meinem letzten Post. Trotz diesem schrecklichen Bild habt Ihr Euch nicht davon abhalten lassen, mir viele Komplimente für mein Kostüm zu machen. Gerne hätte ich Euch dazu im Anschluss beim letzten MMM gezeigt, dass ich auch mein Faltenröckchen trage (nur halt nicht in Kombination mit dieser Jacke), aber in Berlin gibt's nicht nur Stoffe, sondern auch Erkältungen.  Also wurde das nichts mit dem Rock. Vielleicht beim nächsten Mal!

Das Finale vom Kostüm Sew-Along

.... oder besser gesagt: Drum nähet zusammen, was zusammen gehört.

Juhu, ich habe es geschafft. Mein erstes Kostüm, was ich ganz alleine zu Hause im stillen Kämmerlein zusammengeschustert habe. Ihr merkt vielleicht, ich bin nicht ganz so euphorisch und renne jubelnd durch die Bude, aber das liegt daran, weil ich einfach mein blödes Kopfkino nicht abschalten kann, und da läuft irgendwie ein anderer Film.
Zuerst wollte ich genau diesen Hosenanzug nähen.

Herausgekommen ist etwas ganz anderes.

Die Jacke ist ------ na ja, sagen wir mal: tragbar. Vorsichtig gesagt.


Obwohl sie nun wirklich keine großen Anforderungen gestellt hat, und zusätzlich auch noch mit einem Bildernähkurs in der Burda war, ist sie mir einfach nicht so gelungen. Tröstlich von Immi zu hören, dass ich nicht die einzige bin, bei der die Jacke so eigenartig sitzt.

Bei der Hose habe ich eine Probe (!) gemacht und festgestellt, dass das evtl. so schnell nichts wird. Die Probe liegt noch bei mir im Nähzimmer, damit bin ich noch nicht durch, aber für den Kostüm Sew-Along hatte ich dazu einfach nicht die Ruhe. Schließlich galt es ja, Termine zu halten! Also nähte ich einen Rock, was mir mittlerweile sowieso viel mehr zusagte.


Es sagte mir sogar so viel zu, dass ich beschloss, mir doch irgendwann demnächst noch ein Kostüm zu nähen - allerdings eines, wo ich nicht selbst Jackett und Rock zusammenstückel, denn dann kommt sowas bei raus:


Nicht so der Brüller. Die Quernaht ist mir einfach ein Dorn im Auge, die Falten sind einfach zu viel für die Jacke. Also musste ein zweiter Rock her.

Als ich mit dem Roh-Entwurf des Rockes dann ins Wohnzimmer geschossen kam, sagte selbst mein Mann sofort: Ja, das passt besser.


Beim Futter habe ich den ein oder anderen Fehler gemacht, weil ich einfach der Meinung war, ich könnte das - was dazu führte, dass ich den Futterrock zweimal genäht habe. Überheblichkeit wird halt sofort bestraft. Dafür passt er jetzt ganz gut. Und so war ich gestern abend unterwegs, im neuen, selbstgenähen Kostüm:


Entschuldigt das grottenschlechte Foto, aber auch im besten Hotel ist die Beleuchtung einfach nur bescheiden.[/caption]
Ich ganz liebes Dankeschön für die Organisation des KSA geht an Catherine, der ich es zu verdanken haben, dass ich mir gestern Stoff für mein nächstes Kostüm geholt habe. Wer hätte das gedacht!? Ich nicht.

Jetzt verlassen wir erstmal die schöne Hauptstadt, in der wir ein paar Tage verbracht haben, und heute Abend stürze ich mich dann auf Eure Beiträge beim KSA-Finale!

MMM am 30.10.2013

Der erste Herbststurm ist übers Land gezogen, die komisch-warme Luft ist endlich weg und ich kann meinen Rock tragen, den ich Anfang des Jahres genäht habe. Keine Ahnung, was das für ein Stoff ist, aber die Farbe gefällt mir immer besser. Anfangs war ich etwas kritisch, aber inzwischen finde ich den knalligen Farbton super.



Der Schnitt ist aus der April-Burda 2009, und heute morgen beim Anziehen sind mir doch ein paar "Fehler" aufgefallen, die ich damals beim Nähen gemacht habe. Der Rock ist ungefüttert - das würde ich beim nächsten Mal anders machen. Im Rahmen des KSA habe ich inzwischen meinen 2. Kostümrock genäht, beide sind gefüttert und ich empfinde das Tragen der Röcke als deutlich angenehmer. Auch würde ich beim Reißverschluss nicht mehr so schludern, würde einen nahtverdeckten RV nehmen und den Beleg da vernünftig drumrum nähen. Trotzdem trage ich den Rock gerne. Hier könnt Ihr übrigens seine Entstehungsgeschichte verfolgen. Und hier - auf dem MMM-Blog - gibt es noch viel mehr Geschichten über Kleidungsstücke, die den Weg in unseren Alltag gefunden haben.

Ich wurde getaggt

Nun ist es auch bei mir soweit: Ich wurde getaggt, und zwar von Frau von Welt - eine überaus sympathische Bloggerin, bei der ich immer sehr gerne vorbeischaue.

Die Spielregeln sind wie folgt:

- Beantworte die Fragen
- Denke dir selbst zehn Fragen aus
- Suche dir kleine Blogs mit weniger als 200 Lesern und tagge sie
- Erzähle es den Bloggern
- Zurücktaggen gilt nicht

Einfache Sache - das schwierigste wird für mich werden, mir die 10 Fragen auszudenken.... Frau von Welt hat das schon hinter sich gebracht, und das will sie von mir wissen:

1. Was war deine Inspiration mit dem Nähen anzufangen? Und wie hast Du Dir das Nähen beigebracht?
2. Welche Handarbeitstechniken beherrschst Du noch (Stricken, Häckeln, Filzen) und wie kombinierst Du die in deinen Werken?
3. Wo kaufst Du deine Stoffe (Internet, Stoffmarkt, Fachhandel)? Woran achtest Du dabei am meisten (Farbe, Zusammenstellung, Qualität, Preis? So müssen alle meine Stoffe durch den Knittertest durch – kurz in der Fast zusammenpressen und schauen, wie der Stoff danach aussieht)?
4. Konstruierst Du selber deine Schnitte oder nutzt du Fertigschnitte? Was sind deine Favoritmarken? Welche kannst Du empfehlen? Welche sind Deine Standardanpassungen?
5. An wen wendest Du Dich, wenn Du nicht weiter kommst? Welche Nachschlagwerke kannst Du empfehlen?
6. Wie gehst Du mit Nähflauten und unkreativen Phasen um?
7. Welche sind deine Kriterien bei Kaufen vs Selbernähen-Entscheidung?
8. Was steht aktuell auf deiner ToDo-Handarbeits-Liste?
9. Wie ist dein Style? Wie sieht Dein Kopf-Kleiderschrank aus?
10. Was war bisher dein allerliebstes selbstgenähtes Teil?

Spannende Fragen, die ich gerne beantworte:

1. Meine Inspiration war eine Burda-Zeitschrift, die ich mir an einer Tankstelle gegriffen habe. Nur mal durchblättern wollte ich - und schon war es um mich geschehen. Überrascht von all den tollen Teilen habe ich mir die Zeitung mit nach Hause genommen. Von da an habe ich genäht - vorher fand ich das total öde und spießig.

2. Außer dem Nähen beherrsche ich keine weitere Handarbeitstechnik. Gerne würde ich noch stricken können, aber Wolle und meine Finger - das geht leider gar nicht. Außerdem mangelt es mir an Geduld. Ich habe eine Strickmaschine aus der ehemaligen DDR, aber leider habe ich keine Ahnung, wie ich das Ding ans Laufen kriege. Angeblich soll sie sogar noch funktionieren.

3. Ich habe das Glück, dass es bis zu Alfatex in Bochum nicht weit ist. Dort kaufe ich am liebsten, weil ich alles antatschen kann, was bei Interneteinkäufen ja leider nicht geht. Letzte Woche habe ich fataler Weise noch ein weiteres, gut sortiertes Stoffgeschäft in Bochum entdeckt, wo ich MIT SICHERHEIT nicht zum letzten Mal war. (Chef, verstehen Sie jetzt, warum ich einen Gehaltserhöhung brauche?) Beim Stoffkauf achte ich auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das ist für mich das A und O. Zu Billig kaufe ich nicht, und teure Markenstoffen kaufe ich auch nicht.

4. Ich nutze ausschließlich Fertigschnitte. Selber konstruiert habe ich noch nie, bin dem aber nicht abgeneigt. Meine Lieblingsmarke ist Burda. Nach wie vor. Und das kann ich auch nur jedem empfehlen. Meine Standardanpassungen beschränken sich zurzeit auf den Unterschied zwischen Hüfte und Taille. Hier muss ich immer zwischen 1 und 2 Größen überbrücken. Aber das ist ja nicht weiter schwer....

5. Wenn ich nicht weiterkomme.... Hmh, ja....Ich habe hier niemanden, den ich fragen könnte. Leider. Anfangs waren es die Verständigungsprobleme mit den Anleitungen von Burda. Wie oft ist mir da der Kragen geplatzt! Mein Mann hat sich hin und wieder der Beschreibung angenommen, denn er geht ganz anders an die Sache ran. Bei einigen Dingen konnte er mir echt weiterhelfen. Dann bin ich im Nähkurs gewesen, die Anleitungen wurden immer verständlicher. Inzwischen hapert es bei den Passformen. Wie ändere ich etwas ab, damit es keine Falten wirft und einfach schön passt? Das treibt mich auch zur Verzweiflung. Ich bin immer auf der Suche nach einem Buch, wo diese Passformprobleme beschrieben werden.

6. Wenn mich Nähflauten übermannen, dann lass ich sie einfach. Krampfhaft nach dem "Warum habe ich keine Lust?" zu suchen, finde ich ein bisschen albern. Was alleine kommt, geht auch alleine.

7. Ja, das ist eine schwierige Frage, die ich so gar nicht beantworten kann. Klar, ich bin schon durch die Geschäfte und dachte: "Das brauchst Du nicht kaufen, das kannste selber nähen!", aber gemacht habe ich dann weder das eine noch das andere. Also, weder gekauft noch genäht. Wenn ich wirklich Klamotten kaufen gehe, dann weil ich muss und mir das definitiv nicht nähen kann, wie zum Beispiel eine Hightech-Outdoor-Funktionsjacke mit Special-Effekts ;-) Oder weil mir die Zeit zum Nähen fehlt. Oder die Lust. Wenn ich das immer könnte, dann würde ich selber nähen vorziehen. Es macht mehr Spaß und ich weiß, dass ich mich höchstes selbst dabei ausbeute.

8. Auf meiner aktuellen ToDo-Liste steht ganz oben die Versöhnung mit dem Nähgott. Der ist mir nämlich im Moment gar nicht gut gesonnen. Wenn wir uns wieder gut verstehen, dann steht der Rock für mein Kostüm auf dem Plan, danach ein Kleid, eine Jacke, eine Bluse...... Ich bete heute Abend mal.

9. Mein Style und mein Kopfkleiderschrank sind noch sehr weit auseinander. Mein Style ist bis dato schlichtweg praktisch und unspektakulär. In meinen Kopfkleiderschrank geht es durchaus etwas schicker zu. Dort findest Du viel mehr Röcke und Kleider, als in meinem realen Schrank. Wenn ich etwas nähe, dann versuche ich ein Mittelding zu finden. Keine Jeans, aber auch kein Abendkleid.

10. Mein allerliebstes selbstgenähtes Teil..... Einen Favoriten habe ich ehrlich gesagt nicht. Aber ich gebe jedem Stück die Chance dazu!

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So, das waren meine Antworten. Jetzt ist es an mir, die Fragen zu stellen. Los geht's!

1. Gibt es etwas, was Du beim Nähen am Liebsten machst? Ärmel einsetzen, versäubern oder Futter einnähen zum Beispiel?

2. Bügelst Du viel beim Nähen?

3. Achtest Du beim Einkauf von Stoffen und Garnen auf Qualität?

4. Bist Du Wiederholungstäterin und nähst auch schonmal einen Schnitt mehrmals?

5. Hörst Du beim Nähen Musik? Oder läuft nebenbei der TV? Oder brauchst Du absolute Ruhe?

6. Erzählst Du Deinen Mitmenschen, wenn Du etwas selbstgenähtes anhast?

7. Versuchst Du, andere fürs Nähen zu begeistern?

8. Achtest Du bei Anderen auf die Passform? Also, ob die Bluse bei Deiner Kollegin eine ungünstige Aufteilung der Knöpfe hat, oder das Samstag-Abend-Kleid der Moderatorin im TV hässliche Falten wirft?

9. Entwickelst Du eine Art Abneigung gegen Dein Projekt, wenn Du Dich ewig lang damit beschäftigst?

10. Hast Du eine Traummaschine, die Du Dir irgendwann mal gerne holen willst?

Diese zehn Fragen stelle ich an Anja von annimakes und Vanessa von Groovy Clothes. Bei beiden bin ich Dauergast, weil ich die Nähprojekte von beiden sehr mag. Jetzt will ich noch ein bisschen mehr wissen - ob sie sich den Fragen stellen?

Kostüm Sew-Along Teil 4

Heute ist beim KSA der Rock bzw. die Hose das Thema.

Mein ursprünglich geplanter Hosenanzug wurde inzwischen doch noch zum Kostüm, weil die Hose nicht so um meinen HIntern passen wollte, wie ich das gerne hätte. Die notwendigen Schnittanpassungen würden mich zu viel Zeit und Nerven kosten, zumal ich mich damit noch nie auseinander gesetzt habe, also wurde umgeplant und dieser Faltenrock genäht:



Der Rock war einfach und schnell zu nähen: Oben die Passenteile, unten die in Falten gelegte Rockbahn. Innen ein Futterrock, hinten ein nahtverdeckter Reißverschluss. Sitzt, passt, wackelt und hat Luft. Ein schönes Teil - leider passt es nicht zur Jacke.

Meiner Meinung nach.

Es wirkt alles so unruhig, die Quernaht zwischen Passen- und Rockteil stört mich am allermeisten:

Vielleicht muss ich mich auch erst daran gewöhnen, weil Vorstellung und Realität in der Regel ja meistens ein bisschen Zeit brauchen, um miteinander warm zu werden. Vielleicht nähe ich mir aber doch noch einen schlichten Rock - ohne Quernaht und Falten.

Genügend Inspirationen für Röcke gibt es heute beim 4. Treffen Kostüm Sew-Along-Treffen auf dem MMM-Blog.

"Und da waren sie wieder....

... meine drei Probleme!"
Kennt Ihr den Satz? Ist aus irgendeinem Film und fiel mir heute morgen ganz spontan ein, als ich die Fotos von meinem Murks-Kleid machte.
Zuerst war ich ja von der Stoffwahl und der Passform sehr angetan. Ich habe das Futterkleid genäht und beschlossen, einen Reißverschluss in die Seitennaht zu machen, weil ich sonst nicht weiß, wie ich in das Kleid reinkommen soll. Das war der Stand der Dinge.
Gestern Abend habe ich dann - Ihr könnt es in meinem Twitterfenster unten rechts verfolgen - beim #kollektivesnähen mitgemacht. Zuerst kam der Ausschnitt, den ich mal wieder in den Sand gesetzt habe. Das Ding steht ab wie eine Halskrause, obwohl die Nahtzugaben angenäht und alles mehrfach gebügelt wurde.


Der Reißverschluss hingegen ging sehr gut einzunähen. Und er ist auch notwendig. Das An- und Ausziehen ist immer noch nicht komfortabel, aber bei weitem schon sehr viel besser als ohne Einstiegshilfe.
Danach kam der Ärmel an die Reihe. Die Manschette war schnell angenäht, und der Ärmel passte scheinbar auch gut ins Armloch - aber das Ergebnis ist desaströs.


Irgendwie scheint der Ärmel komplett verdreht zu sein, und dort, wo mein Finger ist, bildet das Rückenteil eine Falte.


Schön ist was anderes. Ziemlich entäuscht, weil es nicht der Durchmarsch war, den ich mir erhofft hatte, habe ich das Kleid zusammengeknüllt und auf das Bügelbrett geknallt. Soll es doch der Teufel holen!
Heute morgen sah die Welt in meinem Nähzimmer dann schon wieder anders aus und ich gebe dem Kleid noch eine Chance. Den Ausschnitt kann ich nochmal machen, und auch den Ärmel werde ich schon passend einnähen können. Wenn ich an meinen Blazer denke - für jeden Ärmel habe ich zig Versuche gebraucht, bis alle Falten am und rund um den Ärmel weg waren.


Der Ärmel ist übrigens so schmal, wie er aussieht. Den werde ich nochmal komplett neu zuschneiden und nähen müssen, wenn ich mich vernünftig bewegen will. Tja, gerne hätte ich Euch heute etwas anderes präsentiert, aber der Nähgott war mir nicht hold. Aber bitte doch heute Abend, wenn ich mein Kostüm Sew-Along-Röckchen in Angriff nehmen will.

Chiffonkleid aus Tweed

In der Burda 11/2012 ist ein Kleid drin, welches sofort auf die Wunschliste kam.



Und da stand es erstmal. Und stand. Und stand.
Jetzt habe ich mich dran gemacht. Es ist ja wirklich kein großes, kompliziertes Ding, aber ich hatte keine Idee, welchen Stoff - und vor allen Dingen: Welchen Kontraststoff! - ich verwenden könnte. Als Beispiel wird hier Chiffon mit Paillettenstoff genommen - für mich ganz klar ein No-Go. Ich mag kein Geglitzer und Gefunkel an mir. Und ich mag auch nicht frieren - Chiffonstoff für ein Kleid im Winter ist mir echt zu gewagt. Inzwischen habe ich mich für einen hellgrauen Tweed mit lilafarbenem Baumwollstoff als Kontrast für den Saum, die Manschetten und die Halseinfassung entschieden.



Zugeschnitten war das alles recht fix, aber dann kam ein sehr ausgeprägtes Näh-Tief. Gestern Abend konnte ich mich dann endlich mal aufraffen, und zumindest das Kleid zusammennähen, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Und siehe da: Es sitzt erstaunlich gut. Kein langer Rücken - ich war erleichtert.



Die Brust- und Rückenabnäher sitzen optimal - allerdings hat das Kleid keinen Verschluss. Noch schaffe ich es, mich da reinzuschlängeln, aber was ist, wenn die Ärmel drin sind? Wenn das Futter noch drin ist? Auskugeln wollte ich mir die Arme dann doch nicht. Todmüde bin ich gestern Abend ins Bett und schlief mit dem Gedanken ein, doch einen Reißverschluss in die Seitennaht zu machen. Somit hätte ich zumindest ein bisschen mehr Bewegungsfreiheit beim An- und Ausziehen. Zum Glück habe ich die Nähte nicht mit der Overlock zusammengenäht!
Parallel dazu habe ich ja noch mein Röckchen für den Kostüm Sew-Along. Nächsten Sonntag ist Termin, ich habe es gerade mal geschafft, die vier Teile aus dem Schnittbogen zu kopieren. Ich hänge meinen Näh-Plänen ganz schön hinterher! Hinzu kommt, dass ich mit den Kostümen ganz schön angefixt bin, und es tatsächlich in Erwägung ziehe, mir mindestens noch ein Kostüm zu nähen (wohlgemerkt: Ein Kostüm, KEIN Hosenanzug!). Wäre es nicht schön, wenn es in den Stoffgeschäften nicht auch noch ein kleines Päckchen Zeit (wahlweise mit Motivationsschub) zu kaufen gäbe? Ach ja.....
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So, genug von Zeitpäckchen geträumt. Dann stelle ich mich mal der Herausforderung, baue einen Reißverschluss ein und begebe mich zumindest an die Vorarbeit für´s KSA-Röckchen!

Die Sache mit der Burda

Vor ein paar Tagen bekam ich von Anja die Frage gestellt, ob ich nicht mal etwas anderes als Burda nähen möchte. Ganz spontan antwortete ich gedanklich: "Nö." Als Antwort zu Anjas liebem Kommentar wollte ich das natürlich nicht schreiben – wäre es doch sehr seltsam rübergekommen. Ausufernd wollte ich aber auch nicht werden, also liegt es nahe, meine Hass-Liebe zu den Burdaschnitten doch mal in einem Extra-Post darzulegen. Lustiger Weise nimmt mir FrauvonWelt mit ihrem MMM-Beitrag die Wörter aus dem Mund....

Ich wollte nie Klamotten nähen, weil ich das als ziemlich spießig empfand. Dummerweise fiel mir dann an einer Tanke die Burda in die Hände, und ich verliebte mich ganz spontan in den Mantel, der auf der Titelseite gezeigt wurde. Beim Durchblättern sah ich noch mehr Klamotten, die mir gefielen – und somit war es um mich geschehen. Die Burda kam mit mir zur Kasse, mit ins Auto, mit nach Hause. „Das ist alles gekennzeichnet – so schwer kann es nicht sein, die Nummern aneinander zu nähen!“

Wie gesagt: Ich hatte vom Nähen keine Ahnung.  Die ganzen Begriffe wie Passe, Beleg, Nahtzugabe oder Umbruch waren absolutes Neuland. Was ich schnell herausfand: Mein Wunschobjekt gab´s nicht in meiner Größe. Aber das war mir inzwischen wurscht, es gab ja so vieles, was von mir genäht werden wollte!

Ich setzte mich mit Burda auseinander, kaufte Stoff und ein Buch – und produzierte nur Mist. Ich weiß nicht, wie viele Teile im Müll landeten, weil ich einfach nicht weiterkam. Es war zum Heulen. Die einfachsten Dinge gelangen mir nicht. An allen Anfängerteilen scheiterte ich kläglich.

Irgendwann raffte ich mich auf und besuchte einen Nähkurs. Die Kursleiterin war sehr nett, konnte mir bei einigen UFO´s helfen, schob aber die Burda mit den Anleitungen darin immer beiseite. Das fand ich sehr schade, denn irgendwie erhoffte ich mir, in diesem Kurs nicht nur das Nähen zu lernen, sondern vor allen Dingen das Verstehen dieser Anleitungen!

Längst hatte ich ein Abo, aber immer noch keinen richtigen Plan. Nach meinem Kurs wurde es etwas besser – trotzdem füllte sich mein Mülleimer immer mit versauten Projekten. Verschnitten, vernäht, zu groß, zu klein – ich ließ nichts aus.

Dann entdeckte ich die nähende Bloggerwelt. Zuerst klickte ich mich von Bastelblog zu Bastelblog, sah selbstgenähte Taschen und Geldbeutel und fing an, mich damit zu beschäftigen. Weg von Burda, hin zu den Mädels, die mit Bildern und eigenen Worten erklären, wie sie was machen. Auf einmal fiel mir vieles leichter.

Von den Bastelblogs war es nicht mehr weit zu den Näh-Nerds, die sich im Netz tummeln. ABER: Keine der Damen nähte nach Burda. Vereinzelt tauchte hier und da mal etwas auf, aber es war wirklich sehr, sehr selten. Woran lag das?

Ich absolvierte noch zwei Kurse, danach gings tatsächlich bergauf. Ich stellte fest, dass die Anleitungen der Burda, die ich nie verstanden habe, auf einmal verständlicher wurden. Das lag hauptsächlich wohl daran, dass ich inzwischen auch etwas mehr Ahnung vom Nähen hatte!

Die Näh-Blogs wurden bald wie eine Droge für mich. Jeden Abend klickte ich mich durch die Vielzahl der selbstgenähten Kleider und Röcke. Ich kam auch hinter das Geheimnis der Burda-Phobie: Es waren die Anleitungen, die niemand verstand, es waren die Passformprobleme, es war der unübersichtliche Schnittbogen, die Modelle waren zu spießig.... Jede hatte ihren Grund, auf Burda zu schimpfen. Wie ich auch. Trotzdem besorgte ich mir nichts anderes, sondern nähte weiter meine Burdaschnitte, kämpfte mich Stück für Stück durch die Anleitungen - und gaaaanz langsam kamen wir uns doch tatsächlich näher.

Natürlich habe ich auch schon in andere Nähzeitschriften reingeblättert. Ottobre, Meine Nähmode (Simplicity) und die Inspiration (von Bernina) lagen bei mir schon auf dem Nähtisch. Das ist natürlich nur eine ganz, ganz kleine Auswahl, aber es weckt auch keine Bedürfnisse nach mehr. Bei der Ottobre vermisse ich Pass- und Nahtzeichen, bei Simplicity geht mir das "Eine Anleitung für zehn Modelle"-System ziemlich auf den Wecker und für die Inspiration fehlt es mir persönlich an zehn Jahren Näherfahrung, bis ich diese - doch sehr stark verkürzte - Anleitung verstehe.

Im Gegensatz zu anderen Bloggerinnen verfolge ich keinen bestimmten Stil. Ich nähe, was mir gefällt, was zu mir passt. Ich probiere aus, und lerne bei jedem Teil etwas dazu. Inzwischen ist es sogar schon so, dass ich - ICH! - anderen eine Hilfestellung geben kann. Und ich bin manchmal verwundert, was Nicht-Burda-Näherinnen für Fragen haben. Ich bin erstaunt darüber, welch großer Anklang ein Post findet, in dem ein "Trick" gezeigt wird, der bei Burda in jeder Anleitung umgesetzt wird. Scheinbar werden solche kleine Kleinigkeiten von anderen Schnittmusterherstellern gar nicht erwähnt.

Passformprobleme scheint es überall zu geben. Davon kann ich auch ein Lied singen, aber ist das wirklich das Problem von Burda? Liegt es nicht an mir, wenn die Schultern zu breit, die Taille zu schmal und der Hintern zu flach ist? Mhm.

Also, ich bleibe Burda treu. Gerne blättere ich durch andere Zeitschriften und versuche mich auch daran, aber ich freue mich jeden Monat auf die neue Ausgabe der Burda. Und ich freue mich, wenn ich andere Mädels im Netz finde, die gerne mit und nach Burda arbeiten. Das gibt mir das Gefühl, keine Aussätzige zu sein.

Ja, burdarisch muss man lernen. Ja, die Fotos sind Müll. Ja, die Modelle sind Geschmackssache.

Und trotz allem: Ja, ich mag Burda!

Kostüm Sew-Along Teil 3

Heute, zum 3. Treffen beim Kostüm Sew-Along, kann ich ein fix und fertiges und mit Futter versehenes Jackett präsentieren.

Ich bin zufrieden damit - immerhin ist es tragbar - aber zwei Dinge ärgern mich:
1. Die Ärmel sind zu lang. Warum ich die nicht gekürzt habe? Was weiß ich! Weil ich so im Wahn war, dass mir die 2 cm zuviel nicht aufgefallen sind. Zumindest ist es mir nicht in den Sinn gekommen, die Ärmel doch einfach anzupassen.
2. Die Art und Weise, wie von Burda die Knopflöcher am Beleg gemacht werden, ist so schäbbig, dass ich nach dem ersten Loch aufgehört habe. Bäh, das sieht echt schlimm aus. Aber auch das hätte sich vermeiden lassen können, wenn man nicht so burda-hörig wäre, sondern einfach mal das Nachdenken anfängt, anstatt blind nachzunähen.
Weil der oberste, innenliegende Knopf nun fehlt, steht die Jacke im zugeknöpften Zustand natürlich etwas ab.


Auf alle Fälle habe ich wieder einiges dazugelernt, und auch wenn es nicht perfekt ist: Für mich ist es ein Erfolgserlebnis.
Nun kommen aber ein paar Probleme, die ich in solchem Maße nicht erwartet habe: Die Hose schlägt richtig, richtig dicke Falten. Ich habe eine Probe genäht - hier könnt Ihr sie sehen - und dagegen sind die zu langen Ärmel gar nichts. Ich möchte das gerne verstehen, warum das so ist, und ich möchte das auch korrigieren, aber im Rahmen des KSA werde ich das nicht schaffen, auch wenn ich fleißg von Immi (sie hat die Hose schon hinter sich) mit Tips unterstützt werde.
Jetzt brauche ich natürlich ein neues Unterteil. Meine Wahl fiel ganz spontan auf dieses Röckchen hier:
Was meint Ihr - passt das zusammen? Kurze Jacke, (relativ) kurzes Röckchen.... ich kann es mir ganz gut vorstellen.
Noch mehr kostümnähende Damen gibt es hier - bei Catherine auf dem MMM-Blog.

Me Made Mittwoch am 02.10.2013

Von der ziemlich schlecht sitzenden Hose von gestern zur perfekt sitzenden Bluse für den heutigen MeMadeMittwoch:


Diese Bluse wurde mir im wahrsten Sinne des Wortes auf den Leib geschneidert. Ich habe sie in einem meiner Nähkurse gemacht, und zwar nur die Bluse, sonst nichts anderes. Jede Naht, aber wirklich jede, wurde mindestens dreimal genäht.


Bei den Prinzess-Nähten haben wir uns Millimeter um Millimeter an meine Körperform rangetastet. Meine Kursleiterin hat sich da wirklich reingehängt und dafür bin ich ihr auch wirklich dankbar.


Bei dieser Bluse habe ich auch das meiste gelernt. Ganz oft sitze ich an der Maschine und denke mit einem Grinsen an den Kurs bei Gabi zurück: Das hat sie dir gezeigt.

Das besondere an dieser Bluse ist allerdings nicht die Passform, sondern die Ärmel. Was auf den Bildern so unordentlich aufgeknöpft rüber kommt, ist der Überärmel, und der muss offen sein, sonst sieht man den Unterärmel nicht. Hier noch ein paar Bilder:

Das Schlimmste an der Bluse Nr. 105 aus der Burda 1/2008 waren für mich die ganzen Knöpfe. Ich HASSE Knöpfe annähen, und diese Bluse hat sage und schreibe 22 Stück. Lange hing die Bluse im Schrank, weil es die Waschmaschine doch tatsächlich gewagt hat, sechs (!) Knöpfe abzuwaschen. Aber inzwischen bin ich im Besitz eines Knopfannäh-Füßchen, und damit nähe ich auch 50 Knöpfe fest.


Creadienstag am 01.10.2013

Ich verzweifel gerade mal wieder an Passformproblemen. Genauer gesagt: An deren Beseitigung.

Dabei fing alles so gut an! Ich wollte im Rahmen des Kostüm-Sew-Alongs einen Hosenanzug nähen. Die Jacke ist so gut wie fertig; für die Hose wollte ich mir eine Probe nähen. Lange habe ich überlegt, ob ich die Paspeltaschen machen soll - ist ja nur eine Probe! Aber ich war so gut gelaunt, und ich hatte Lust, also habe ich die Taschen gemacht. Und ich finde, sie sind mir wirklich gut gelungen.





Spätestens jetzt hatte mich der Ehrgeiz gepackt. Die vorderen Taschen waren pillepalle, die Hose wurde an der Mittelnaht zusammengenäht und heraus kam das:



Sieht toll aus, nicht wahr? Lt. meinen Büchern entstehen Falten unterhalb des Po´s, wenn derselbige platt - äh, flach ist. Weil die Hose nunmal schon soweit fertig war, und ich keine Lust hatte, wieder von vorne anzufangen, habe ich bei Burda eine Änderungsanleitung gefunden, und wollte danach auch meine Hose ändern. Allzuschwer sieht es nicht aus, und ein Versuch ist es wert.

An einem Hosenbein wird das Zuviel an Länge von der Mittelnaht bis zur Seitennaht als Querfalte abgesteckt. Die Mittelnaht wird aufgetrennt, die Hosenbeine rechts auf rechts ineinander geschoben, das abgesteckte Bein ist außen. Die Mittelnaht wird so abgesteckt, wie sich die Hosenbeine selbst übereinander legen. Schon da habe ich Zweifel, ob das hinaut, weil ich ja jetzt über die Querfalte stecke - aber ich schiebe den Gedanken bei Seite und stecke. Bei dem NICHT abgesteckten, innenliegenden Hosenbein entsteht nun eine Mehrweite, die nach oben geschoben werden soll.

So sieht das bei Burda aus

Und so bei mir:


Ziemlich identisch, nur dass ich keinen RV auf der rechten Seite habe. Jetzt passiert allerdings etwas, was ich nicht verstehe und woran ich mich gedanklich wieder so festfresse, dass ich nicht in der Lage bin, weiterzudenken. Kennt Ihr das? Guckt Euch mal Bild 4 an - hier ist der RV auf einmal links???


Allem Anschein nach ist nun das nicht abgesteckte Bein außen?! Ich habe zig Mal die Beschreibung durchgelesen, aber es ist nicht erwähnt, dass die Beine nun getauscht werden. Eindeutig ist nun rechts außen die Mehrweite zu sehen, die nach oben geschoben wird - auch hier entsteht eine Falte. Wo soll dieser Stoff denn hin?

Es ist so schwer zu verstehen, wie das klappen soll, wenn man nur Bildchen hat. Mit Sicherheit ist das der richtige Weg, Falten unterhalb des Allerwertesten zu beseitigen, aber wo muss man ziehen, wo muss man drücken? Für mich hier wieder eindeutig der Beweis: Ich muss mich dringend mal genauer mit diesem Thema beschäftigen.

Ich hätte die Hose wirklich gerne gerettet - schon wegen den Paspeltaschen - aber jetzt habe ich den Kaffee auf und lege die Falten erstmal zu meinen anderen UFO´s. Ein Gutes hat es allerdings: Ich kann jetzt ganz ohne schlechtes Gewissen doch einen Rock zu meinem Jackett nähen. Und eins kann ich jetzt schonmal sagen: Faltenfrei wird es nicht! ;-)


PS: Wer sich mit dieser Änderung genauer beschäftigen will, der kann sich hier schlau machen.

Kostüm-Sew-Along, Teil 2

So, nun aber schnell. Leider war ich vergangenen Sonntag nicht online, und so konnte ich den vorgeschriebenen Post zwar veröffentlichen, aber nicht verlinken - das hole ich heute (26.09.2013) nach. Ich bin also noch mit dabei ;-)

Heute gehts beim Kostüm-Sew-Along, kurz KSA genannt, weiter. Ich hatte mich hier ja schon für den Hosenanzug aus der August-Burda entschieden.

Die Jacke war schnell zugeschnitten, und auch die Futterteile - hach, das Futter....! Ein Traum. Hier machen sich die 10 Euro pro Meter doch wirklich bezahlt. Ich glaube, künftig bin ich nicht mehr so kniepig, wenn es um den Preis für das Futter geht. Es macht doch wirklich etwas aus - und es spart Nerven.

So, also ich hatte alles zugeschnitten und ging frohen Mutes an das Zusammennähen. War auch kein Problem - bis diese dämlichen Wiener Nähte kamen. Ich hatte echt meine liebe Müh und Not, den Stoff unter Kontrolle zu bringen - weiß der Geier, warum. Aber Stecknadeln und ich, wir sind Freunde. Richtig gute Freunde!



Das Einsetzen der Ärmel hat mich auch recht lange aufgehalten. Zuerst habe ich gereiht, wie es in der Anleitung auch erklärt wurde. Aber kaum waren die Reihfäden auch nur ein bisschen angezogen, war das Armloch viel zu groß für den Ärmel. Also Reihfäden wieder raus, und der Ärmel flutschte fast von alleine ins Armloch. Aber er saß nicht, war verdreht, schlug Falten und zog das hintere Jackenteil kurz unterhalb der Schulternaht nach unten. Ich drehte und stecke und schob, was das Zeug hielt, aber es half nichts. Ich legte die Jacke bei Seite und schlief eine Nacht drüber. Doch nochmal reihen? Vielleicht muss ich das Armloch kleiner schneiden? Vielleicht habe ich unterschiedliche Größen kopiert? Am nächsten Tag habe ich den Ärmel nochmal komplett rausgenommen, und da habe ich meinen Fehler dann gesehen: Die Wiener Nähte, die ich mit einem "ach, das geht schon so" abgetan habe, gehen nicht so! Ich hatte im unteren Bereich der Armkugel gar keine gerade Linie, und so verzog sich der ganze Ärmel. Notgedrungen habe ich die Nähte nochmal aufgetrennt, gesteckt, gesteckt, gesteckt und neu genäht. Auf den Millimeter genau. Danach war der Ärmel Geschichte.

Die Futterjacke war auch relativ schnell genäht und genau da stehe ich jetzt:





Das Futter ist an den vorderen Kanten nur gesteckt, es ist noch nichts zusammengenäht und mit dem Bügeleisen muss ich auch nochmal dran. Die Jacke sitzt sehr gut, aber für die weiteren Schritte fehlt mir jetzt die Zeit. Ich schreibe das hier nämlich gerade am Dienstag Abend, sechs Stunden vor Abfahrt in den Urlaub. Hoffentlich gibt es in unserem einsamen Bergdörfchen Internet, sonst kann ich hier gar nicht sehen, was die anderen Damen heute alles präsentieren!

MeMadeMittwoch am 11.09.2013

Ich finde hier gerade kein Anfang. Bei diesem Datum geht mir immer so viel auf einmal durch den Kopf.

Ich sehe mich mit offenem Mund auf den Fernseher in unserem kleinen Baubüro starren - sehe, wie Flugzeuge in Hochhäuser fliegen.

Ich höre meinen Opa voller Wut und lautstark auf die Amis schimpfen (ich habe seine Worte damals nicht verstanden - inzwischen schon, und er hatte sowas von Recht!).

Ich weiß noch, wie mich das Gefühl von Hysterie erfasst, als ich sehe, wie die Menschen aus den Fenstern springen.

So, und jetzt höre ich mal auf, alle meine Sätze mit "Ich" zu beginnen. In der Schule hat man uns beigebracht, dass das nicht gerade die feine, englische Art ist. Womit ich endlich bei meinem heutigen MMM-Beitrag wäre.

Heute trage ich Rock Nr. 107 aus der sehr englisch angehauchten Burda 8/2009.

(Falls sich jemand fragt, ob ich auch etwas andere nähe, außer Burda: Nein. Bis jetzt noch nicht. Die Burda und ich, wir haben uns im Laufe der Zeit recht gut angefreundet.)

Lange, lange habe ich mit dem Rock geliebäugelt, und irgendwann (im letzten Jahr) ist mir dann dieser Stoff in die Hände gefallen. Ich habe den Rock genäht, war aber mit dem Trageergebnis nicht zufrieden. Die Länge - so knapp unterhalb vom Knie - hat mir überhaupt nicht gefallen. Und den Gürtel noch enger schnallen, damit der Rock nicht so weit nach unten rutscht, wollte ich nicht. Inzwischen gefällt es mir so ganz gut.

Mit dem obigen Bild habe ich etwas rumspielen, weil der Rock eh eine recht undefinierbare Farbe hat. Irgendwas grünliches, würde ich sagen. Sieht aber auch manchmal bräunlich aus, je nach Lichteinfall.
Auf jeden Fall very britisch. Wie das Wetter heute.

Ob heute irgendwer einen selbstnähten Regenmantel trägt?

Guckt nach - hier, beim MeMadeMittwoch.

Kostüm-Sew-Along

Der letzte Sew-Along hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich riesig gefreut habe, bei einem weiteren teilnehmen zu können.

Bei diesem Sew-Along geht es um das gemeinsame Schneidern eines Jacketts mit Rock, Hose oder Kleid.

Geplant ist dieser Hosenanzug aus der Burda 8/2013:

 Quelle: Burdastyle

Der ist mir sofort ins Auge gefallen und kommt hierfür wie gerufen. Zuerst wollte ich ihn auch in rot nähen, und am liebsten auch mit dem O-Stoff (Whipcord), aber beides ist nicht möglich.

A) Es war kein schönes Rot bei meinem Stoffdealer zu finden, was die drei Grundkriterien "schön-gutanfassend-bezahlbar" erfüllt hat. Preislich achte ich nach wie vor darauf, dass ich den Ball recht flach halte. Das Risiko, dass ich mich vernähe, verschneide oder sonstwas das Projekt zum Scheitern bringt, ist mir immer noch zu groß.

B) Whipcord ist nicht so einfach aufzutreiben. Gibt man Whipcord als Suchbegriff bei Stoffläden ein, bekommt man entweder kein Ergebnis, oder aber es wird Feincord angeboten, was allerdings mit Whipcord nichts zu tun hat. Hier ein Auszug aus dem Stilmagazin: "Whipcord ist ein Schurwollgewebe in Diagonalbindung, dessen Rippen aufgrund der Garnbeschaffenheit und Webdichte charakteristischer hervortreten als etwa bei Cavalry Twill, aber dezenter wirken als bei Baumwollkord. Gute Whipcords bestehen in der Kette aus Kamm- und im Schuss aus Streichgarn. Dadurch ergibt sich ein angenehm körniger Griff und eine erstaunliche Belastbarkeit. Die meist durch unterschiedlich gefärbte Garne zusätzlich betonte Melange macht diesen Stoff zudem äußert kombinierbar."

Auch in der Zeitschrift ist ein Vermerk bzgl. des Stoffes:

(Interessant finde ich, dass Alfatex, wo man Stoffe für die Burda-Modelle kaufen kann, für diesen Anzug als Ersatzstoff Feincord anbietet!?)

Nachdem nun der rote Whipcord flachfällt, wird es dieser Köperstoff (braun, mit dunkelbraun-goldig-glänzendem Futter):


Ich habe noch nie einen Blazer genäht, und ein bißchen Respekt davor habe ich schon, aber - wie es der Zufall will - gibt es genau von dieser Jacke, die auch ohne schwierigen Kragen daherkommt, eine bebilderte Anleitung in der Zeitung sowie noch mehr Hilfestellung in Form von Fotos fürs richtige Zusammennähen bei Burda-Online. Es sollte also machbar sein, die Jacke hinzubekommen.

Umso mehr Gedanken mache ich mir bei der Hose. Hier werde ich mir auf alle Fälle erstmal eine Probe nähen. Was bringt mir der gelungene Blazer, wenn die Hose nicht passt, einen Katzenbart aufweist, ich mich damit nicht setzen kann oder einfach nur scheußlich aussieht? Außerdem bin ich ja der weltgrößte Schnittanpasser (HA-HA!!), und somit sehe dem Projekt Kostüm-Sew-Along, was bei mir strenggenommen ein Hosenanzug-Sew-Along und künftig hier unter der Abkürzung KSA geführt wird, sehr positiv entgegen.
So, und jetzt ran an den Speck!

Alle anderen Teilnehmerinnen findet Ihr hier - auf dem MMM-Blog, angeführt von der KSA-Schirmherrin Catherine.

Vielen Dank fürs Organisieren!

MMM am 04.09.2013

Kaum zu glauben, aber heute sollen es hier im Pott 28 Grad werden. Das bedeutet: Ich kann mein gelbes Kleid anziehen! Hier und hier habe ich es schonmal gezeigt und von unseren Problemzonen berichtet. Inzwischen kommen wir beide ganz gut zurecht.

Weil es für mich Frostbeule morgens noch ein wenig zu frisch ist, habe ich unter dem Kleid noch meine Leggings druntergezogen, weil es im Büro wohl doch etwas frischer sein wird.



So, aber jetzt schnell die Fotos hochladen......


... und dann ab damit zum MeMadeMittwoch, wo es wahrscheinlich heute vor Sommerkleider nur so wimmeln wird.

Schnitt: Nr 124 aus Burda 5/2013

Stoff: Pikee. War zwar recht angenehm, den Stoff zu verarbeiten, aber der richtige Stoff für diesen Schnitt ist es nicht.

Nähe ich es nochmal? Ja! Nächstes Jahr, aber dann mit etwas dünnerem Stoff.

Uff!

Das war ein anstrengendes, aber total interessantes und aufregendes Wochenende.
Wir sind der Einladung zweier ganz lieben Bekannten gefolgt, und haben ein Wochenende in der Eifel verbracht. Rund um den Nürburgring ist es zwar wunderschön, aber ich möchte da nicht tot überm Zaun hängen, denn es ist mir zu laut und zu verkehrslastig. Ein getuntes Auto reiht sich hinter das andere, dazwischen die Motorräder.... die A40 ist nichts dagegen. Aber wir waren ja nicht wegen des Ringes dort. Wir haben wieder viel über die Jagd erfahren - wieso, warum, weshalb - waren mit auf der Pirsch und unser Hund hat zum ersten Mal ein Kaninchen apportiert. Glücklich und zufrieden, aber totmüde, sind wir gestern abend wieder zu Hause angekommen.
Jetzt wird es aber Zeit, sich wieder dem Nähen zuzuwenden. Schließlich habe ich viel vor.
Ich möchte am Kostüm-Sew-Along teilnehmen, wälze seit Tagen Schnittmuster für eine Jacke und irgendwo ist ja auch immer noch der Wunsch nach einer Bluse. Jetzt lese ich, dass es wieder einen SWAP gibt, der von Rong, Immi und Mema veranstaltet wird. Das ist eine super Sache - letztes Jahr hing ich schon vorm PC und habe bestaunt, was sich die drei alles genäht haben. Auch diesen SWAP werde ich wieder verfolgen, aber zum Mitmachen fühle ich mich noch nicht in der Lage.
Die Kleidungsstücke, die genäht werden, sollten mit bereits selbstgenähten Teilen, oder aber auch mit Kaufkleidung kombinierbar sein. Das dürfte bei mir nicht so das Problem werden, aber der besondere Reiz am ersten SWAP war für mich das Zusammenstellen der Farben. Ich habe für mich immer noch nicht rausgefunden, was ich gut tragen kann und was nicht. Ich habe getragen, was mir gefällt. Und ich nähe auch einfach das, was mir gefällt. Wenn es dann im Schrank hängen bleibt, hat das meist viele Faktoren, aber manchmal auch der, dass es einfach nicht so geworden ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Und das liegt dann eben daran, dass ich den falschen Schnitt trage. Und die falsche Farbe dazu.
Ich bin Sommertyp, und meine Farben sind demnach:
Wollweiß, Graubeige, Taupe, Grau, Schilfgrün, Mint, Hellblau, Taubenblau, Flieder, Gedämpftes Rosa, Himbeere, Bordeaux, Aubergine
Künftig will ich darauf ein bißchen mehr achten. Mach einfach Sinn, oder? Die Schößchenbluse ist zwar toll geworden (vielen Dank für Eure lieben Kommentare dazu), aber so richtig stehen tut sie mir nicht.
Möglich, dass ich für meinen Hosenanzug, den ich beim Kostüm-Sew-Along nähen werde, eine Farbe gewählt habe, die zu mir passt - aber dazu demnächst mehr. Heute steht Prämieren-Kino auf dem Programm, aber ab morgen bin ich im Nähzimmer zu finden.
  • Wollweiß
  • Graubeige, Taupe, Grau
  • Schilfgrün, Mint
  • Hellblau, Taubenblau
  • Flieder
  • Gedämpftes Rosa, Himbeere
  • Bordeaux, Aubergine
- See more at: http://www.farb-und-stil-coach.com/sommertyp.html#sthash.cDq4qW15.dpuf

MeMadeMittwoch am 28.08.2013

Juhu, es geht wieder los!
Die Sommerpause ist beendet, das große, virtuelle Schaulaufen eröffnet. Die letzten vier Abende habe ich im Nähzimmer verbracht, um Euch heute meine (nicht veränderte, mit Original-Schulterbreite genähte) Schößchenbluse aus der Burda 8/2013 vorstellen zu können.


Die Bluse war ein echter Wunschkanditat von mir - ich finde den Ausschnitt einfach toll.


Der Schnitt ist recht einfach und wenn man die zweiteiligen Ärmeln so näht wie immer, und sich ausnahmsweise mal der Burda-Anleitung widersetzt, ist die Bluse auch schnell genäht. Es sei denn, man nimmt flutschigen Stretch-Satin. Dann verplembert man recht viel Zeit mit dem Schößchen, das in Falten gelegt und an das Oberteil genäht wird. Stretch-Satin möchte aber nicht gefaltet werden, sondern schön glatt bleiben. Ein sehr eigenwilliges Stöffchen.


Also habe ich gesteckt, was die Nadeln hergaben, bin nochmal mit einem langen Steppstich drüber. Das hört sich jetzt so easy an, aber genau dieser Teil hat mich sehr viel Geduld gekostet. Aber egal, ich habe es einigermaßen hinbekommen, und es ist nur eine ganz kleine Falte aus der Reihe getanzt. Dafür gingen die Ärmel prima ;-)
Die Säume habe ich NICHT mit der Hand angenäht. Ja, es würde eindeutig besser aussehen, und bei etwas dickerem Baumwollstoff, der sich schön bügeln lässt, auch durchaus machbar, aber ich wollte nicht, dass mir die Lust an der Bluse vergeht - wenn Ihr wisst, was ich meine.
Schnitt: Nr. 115 aus der Burda 8/2013
Stoff: Stretch-Satin (wenn ich an dieser Stelle eine Stoffempfehlung aussprechen dürfte; dieser wäre es NICHT)
Nähe ich den Schnitt nochmal: Ich glaube, Ja!
Aber dann ohne Schößchen, sondern mit entsprechend verlängertem Vorderteil; einfach nur wegen dem schönen Ausschnitt. Ach ja, und natürlich auch mit einem anderen Stoff.