SWAP - Teil 1

SWAP steht für Sewing With A Plan - bei mir ist das Nähen ja bekanntlich eher etwas planlos. Da nähe ich ein Oberteil, habe aber kein passendes Unterteil. Umgekehrt ist es auch so. Oder ich fabriziere den Klassiker: Ich nähe ein Kleid, womit ich das Ober- und/oder Unterteilproblem gelöst hätte, habe aber dann zum Kleid keine passenden Schuhe. Was mein Mann übrigens sein ganzes Leben nicht verstehen wird.

Was ich allerdings zu 99 % immer verpeile, ist die Tatsache, dass wir noch eine Fellnase habe, ohne die ich selten unterwegs bin. Auch auf der Arbeit ist er mit dabei. Und leider harmonieren ganz oft meine selbstgenähten Sachen so gar nicht mit dem Hund. Dabei rede ich nicht vom farblichen Aspekt; HundehalterInnen wissen vielleicht, wovon ich rede.

Mein Plan ist es also, gassitaugliche Dinge zu nähen. Schick und trotzdem praktisch.
Nachdem mein erstes SWAP-Teil hier den Bach runtergeht, habe ich kurzerhand mein zweites Stück vorgezogen. Dabei handelt es sich um Kleid Nr. 124 aus meiner Lieblingsburda.


Kurz und relativ eng geschnitten, geht es etwas in die "sportliche" Richtung, weswegen ich auch flache Schuhe dazu tragen kann.



Damit das Kleid auch hundetauglich ist, habe ich Taschen eingebaut. Natürlich nicht, um mir vorher noch selbst ein Bein zu stellen ;-)
 

Ich habe einen Taschenbeuel von einem anderen Schnitt genommen und wollte ganz locker-flockig die Nahttaschenbeutel annähen. Und zwar ohne Anleitung, weil: Ist doch pille-palle so eine Tasche.
Es ging auch ganz flott, obwohl ich mir extra die Mühe gemacht hatte, die Nahtzugaben mit dem Overlockstich meiner Nähmaschine zu versäubern. Und dann, als ich das Kleid anzog, mich vor dem Spiegel positionierte und die Hände in die Taschen stecken wollte, sah ich meine versäuberte Nahzugabe aus dem Eingriff hervorblitzen. Zuerst hatte ich das nicht ganz verstanden und dachte, ich hätte irgend eine Naht falsch geschlossen. Also zog ich das Kleid wieder aus, drehte es auf links und stellte fest, dass ich die Taschenbeutel genau falsch herum ans Kleid genäht habe.
Oh Mann! Also alles wieder zurück auf Anfang.
Auch das kommt auf´s Lehrgeldkonto, und ich werde bei der nächsten Nahttasche mit Sicherheit wissen, wie rum die Beutel ans Kleid kommen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kann jetzt Schlüssel, Leckerchen und Hundebeutel verstauen, habe aber die seitlichen Raffungen weggelassen. Ich glaube, das hätte mit den Taschen dann eh nicht mehr funktioniert. Und sehr viel kürzer würde ich das Kleid eh nicht tragen. 


Ansonsten bin ich sehr zufrieden und werde auf der ein oder anderen Gassirunde mit diesem Kleid unterwegs sein.


Das SWAP-Treffen findet eigentlich erst morgen statt, aber da wir heute Nacht in den Urlaub starten und ich nicht weiß, ob wir dort Internet haben, veröffentliche ich meinen Beitrag schon heute und hoffe, dass ich ihn irgendwie verlinken kann. Also, liebe Immi, Mema und Rong - ich bin mit dabei!

Und jetzt werden die Koffer gepackt....

... dann stirbst Du halt!

Manchmal habe ich ja echt voll die fiesen Gedanken. Gegenüber meinen Nähprojekten meine ich.
Wenn irgendetwas nicht klappen will, könnte ich aus der Haut fahren.
Wenn mich dieses Gefühl der Hilflosigkeit überfällt, würde ich am liebsten schreien. Laut. Verdammt laut und gerne auch lange. Ich bin aber keine vier Jahre mehr alt, wo man solche Gefühlsregungen ungeniert ausleben kann.

Also muss ich meinem Ärger anders Luft machen.


Das ist die Hose aus der April-Burda. Die Hose, die hier schon so gar nicht passte.
Heute (im Übrigen mein zweiter Urlaubstag, der zweite Tag im Dauergrau und Nieselregen) ging ich völlig optimistisch an die Hose ran. Die Community von Burda bekam eine Diskussion über Twitter mit, warum die Hose bei einigen saß, bei anderen nicht. Um Licht ins Dunkle zu bringen, schrieb Burda des Rätsels Lösung. Ich gehe davon aus, dass die Bequemlichkeitszugabe im Schnitt schon mit drin ist, und nicht erst noch dazugegeben werden muss?!

Ich habe an der Hose viele Nähte wieder aufgetrennt, diesmal in der vorgegebenen Reihenfolge wieder zusammengenäht und an den Seitennähten die Nahtzugabe - so gut es noch ging - ausgelassen.
Die Hose beult aus. Wie bekloppt beult die aus. Es wirkt so, als hätte ich die Hände in den Taschen.
Für mich ist vorne, unterhalb der Passe, einfach zu viel Stoff. Ich weiß auch nicht, wohin mit diesem Stoff.

Weil ich mich jetzt nicht auf den Boden werfen und laut losplärren kann, zücke ich den Rollenschneider. Ich mache die Plastikkappe ab, lege mir das Mistviech von Hose auf die Gummimatte und schneide schön langsam die Hose an den Seitennähten wieder auf. Und dabei denke ich: "Stirb!"

Ich schlachte alle meine Teile so aus, die nichts werden. Weil ich nämlich ein Schotte bin, und die großen Stofffetzen für eventuelle Stickprojekte nutzen kann. Somit war die Ausgabe für den Stoff nicht ganz umsonst.

Schade nur um die Zeit. Die Hose sollte mein erster Beitrag für den SWAP werden. Nun ist sie leider tot, und ich brauche jetzt echt Glück, damit mein zweiter Beitrag was wird.

Mai-Inspiration - MIT ERGÄNZUNG!!

Endlich, endlich - meine Mai-Inspiration ist fertig. Was habe ich mich gequält! Dabei ist es ein ganz normales Kleid. Aber manchmal erscheint es dem Kopf wohl zu normal, und ich fange an Stellen zu denken an, wo es nichts zu denken gibt.

Jetzt mal von vorne. Dieses Kleid aus der Burda hat mir auf Anhieb gefallen.


U-Boot-Ausschnitt, raffinierter Rock - mal was anderes. Obwohl ich von Kleiderschnitten, die nicht gassitauglich sind, erstmal Abstand nehmen wollte, habe ich bei Alfatex einen cremefarbenen Stretchsatin mitgenommen. Mitte Mai waren wir nämlich zur Konfirmation eingeladen, und dieses Kleid mit diesem Stoff hätte doch super gepasst! Warum es dann doch nicht so gekommen ist, und das Kleid erstmal liegen blieb, könnt Ihr hier nachlesen.

Ich zerbrach mir den Kopf, aber es erschloss sich mir einfach nicht, warum das Futter an den Armlöchern so extrem nach außen gezogen wurde. Ich vermutete, dass es an dieser Stelle lag,


und ich wieder irgendwo nicht genau bis zu Punkt X genäht hatte.

Schließlich habe ich mich vergangenes Wochenende dann doch aufgerafft, und ging auf Fehlersuche. Ich habe die ganzen Nähte an Ober- und Futterstoff wieder auftrennt und nochmal genäht. Ganz sauber und ganz ordentlich. Beim anschließenden Verstürzen sah das alles schon besser aus, obwohl sich das Futter immer noch nicht an den Rundungen der Armlöchern hinlegen wollte. Das lag aber daran, dass die Nahtzugaben noch nicht eingeschnitten waren. Trotzdem war eine deutliche Besserung zu sehen, was mir wieder Auftrieb verschaffte.

Mein Fehler war im Übrigen der, dass ich an besagter Stelle bis hoch an die Ansatznaht der Passe genäht habe. Fragt mich jetzt nicht, warum. Manchmal meine ich es halt zu gut.

Die nächste Hürde waren die Träger. In der Anleitung stand wieder das böse H-Wort (Handnaht). Es ist nicht so, dass ich zu faul dafür bin - ich kann das schlichtweg nicht und versuche, sowas zu umgehen. Das kostet Zeit und Nerven, aber das nehme ich in Kauf. Man kann nicht alles haben.

Und heute ist das Kleid endlich, endlich fertig geworden.


Ja, ich gebe es zu: Es erinnert stark an "Weißer Adler auf weißem Grund", aber sobald die Sonne sich wieder blicken lässt, halte ich meine farblosen Extremitäten in ihre Strahlen.

Das Kleid ist von oben bis unten gefüttert. Beim Futter nähen bin ich immer recht nachlässig, nähe Falten rein und freue mich, dass es keiner sieht ;.)




Die Jacke vom Kleid aus der März-Inspiration findet auch jetzt wieder eine Verwendung.
Und auch mit den schwarzen Accessoires gefällt es mir ganz gut:



So, und jetzt spurte ich noch schnell rüber zu den anderen Damen, die uns bei Frau Burow ihre Inspirationen im Mai zeigen. Mein Kleid hingegen wandert in den Schrank, wo es erstmal auf besseres Wetter warten muss. Ist es bei Euch auch so ekelhaft? Hoffentlich ist dieser Mai bald rum...

ERGÄNZUNG:
Anita hat in ihrem Kommentar etwas wichtiges angesprochen, was ich hier völlig unter den Tisch fallen ließ: Das Auftragen.
Das Kleid hat Taschen, was ich erstmal super fand. Ich habe die Taschen auch genäht, aber als ich das Kleid dann angezogen habe, bin ich ein bisschen erschrocken. Der Eingriff stand offen - nur ein ganz klein bisschen, aber er klaffte auf - und das verbreiterte optisch meine Hüfte. Das Verhältnis Taille zu Hüfte war völlig verzerrt. Also habe ich die Seitennähte an den Tascheneingriffen einfach nochmal nachgenäht, um zu sehen, ob dann das Kleid noch passt. Dadurch habe ich natürlich die Hüfte etwas begradigt, aber die Look war wieder okay.
Dieser Schritt führte wohl auch dazu, dass das Kleid etwas stockt, und den Ausschnitt nach oben drückt. Der Stoff, der ziemlich viel Stand hat, trägt wohl auch noch etwas dazu bei. Sei´s drum. Es gibt schlimmeres.

Me Made Mittwoch am 21.05.2014

Am vergangenen Sonntag waren wir zur Konfirmation geladen.
Schon in der Kirche ging es los. Ich musste der Dame vor mir dauernd auf den Rücken starren und dachte dabei: "Die Jacke ist zu eng! Die spannt!"
Der Blick nach links in die Bänke verhieß auch nichts gutes: "Das Sakko ist zu weit. Ob daher der Name Sack-ko kommt?"
Und auch: "Oh Gott - da passt ja gaaar nichts!!!" war leider auch mit dabei.

Geht Euch das auch so? Ich kann da gar nichts für. Aber seit ich mich mit Passformen beschäftige, fällt mir erst so richtig auf, wie schlecht so manche Kleidung sitzt.

Dass es mir auffällt, bedeutet aber noch lange nicht, dass ich es beseitigen könnte ;-)
Stück für Stück taste ich mich ran - Gut Ding will Weile haben!

Womit wir wieder beim Thema wären.
Am vergangenen Sonntag war schönes Wetter, und ich hätte mir gerne auf den letzten Drücker ein schönes Kleid genäht. Hier könnt Ihr nachlesen, warum das nicht geklappt hat.

Deswegen trug ich am Sonntag das Kleid 101 aus der Burda 2/2014.
Zuerst noch mit Jacke, weil es zwar schon richtig schön sonnig war, aber immer noch frisch.

Aber pünktlich zum Empfang aller Gäste, die sich in der Kirche keine Gedanken über Passformprobleme andere Leute machen mussten, konnte ich die Jacke getrost weglassen.

Ich habe Euch das Kleid schon hier vorgestellt, allerdings ohne Gürtel.
Der Gürtel sollte eigentlich zu dem Kleid getragen werden, welches ursprünglich vorgesehen war, aber ich finde, zu diesem Kleid passt er auch.
Vor allen Dingen kaschiert er das Musterproblem. Oder fällt jetzt noch irgendeinem auf, dass ich die Schnittteile so geschickt auf den Stoff gelegt habe, dass ich das Rosenmuster direkt an der Rockansatznatz wiederholt?

An die Taschen, die mir anfangs noch sehr seltsam vorkamen, habe ich mich schnell gewöhnt. Zwar hatte ich alle lebensnotwendigen Dingen schön brav in einer Handtasche, anstatt mir den Kängurubeutel damit auszustopfen, aber beim Dummrummstehen hatte ich einen tollen Platz für meine Hände, die dann auch nicht immer wieder so gierig nach den Häppchen greifen konnten.

Obwohl ich mich sehr wohl gefühlt habe, war ich froh, als ich abends endlich das Kleid und die Schuhe ausziehen und mich auf dem Sofa langmachen konnte. Der Tag war lang, die sprunghaft angestiegenen Temperaturen haben sich mit Kopfschmerzen bei mir bemerkbar gemacht.

Jetzt wird aber das schönes Wetter erstmal in vollen Zügen genossen.
Was andere Damen bei diesem tollen Wetter tragen? Das wird heute auf dem MeMadeMittwoch-Blog gesammt.

Eigentlich.

"Eigentlich" ist die kleine Schwester von "Hätte-hätte-Fahrradkette".
Eigentlich verlasse ich meinen Arbeitsplatz nicht so, sondern ich räume auf. Außer, ich habe so viel Wut im Bauch, dass ich eine Gefahr für meine Nähmaschine darstelle.


Das Weiße, was hier so zerknittert auf der rechten Tischhälfte liegt, dass ist meine Mai-Inspiration. Und zwar am Samstag Abend. Eigentlich wollte ich das Kleid sonntags zur Konfirmation anziehen, denn der Wettergott hatte mich erhört, und Temperaturen für ärmellose Kleider angekündigt.

Weil ich aber mal wieder schnell-schnell das Kleid auf den letzten Drücker fertig machen wollte, habe ich nicht darauf geachtet, dass ich eine vernünftige Nahtlinie am Armloch habe.


So wie das Schnittmuster hier liegt, habe ich auf alle Fälle nicht genäht.
Ehrlich gesagt wusste ich auch nicht, wo genau der Punkt ist, an dem das rechte Teil angenäht wird. Ich habe einfach mal gemacht. Und ich habe bei der ersten Naht nicht kontrolliert, ob das auch so richtig ist. Bei solchen Teilen habe ich IMMER Probleme. Ich weiß nicht, warum ich der Meinung war, ich könnte das auf einmal.

Das es nicht geht, habe ich erst gemerkt, als ich das Futterkleid an den Oberstoff genäht habe. Praktisch auf der Zielgeraden.

Bedeutet: Ich muss trennen. Ziemlich viel.
Bedeutet auch: Bis zum nächsten Morgen hätte ich es nur mit einer Nachtschicht hinbekommen.

Und das war dann der Moment, den Ihr oben auf dem Bild seht.
Ich habe echt Talent dazu, mir Steine in den Weg zu legen, wirklich wahr.

Dafür habe ich allerdings jetzt einen Beitrag für den nächsten MMM, denn ich hatte bei der Konfirmation trotzdem ein MeMade-Kleid an ;-)

So.
Und jetzt kommt etwas, was so gar nichts mit dem Nähen zu tun hat. Aber es bewegt mich, es ärgert mich.
Wie gesagt, wir waren zur Konfirmation eingeladen. Zuerst Kirche, danach Mittagessen. Wie das halt so üblich ist.
Nach der Kirche und vor dem Mittagessen gab es einen kleinen Sektempfang, und es wurden auch Häppchen gereicht. Für Sekt bin ich ja immer zu haben, und für Häppchen auch. Erst recht, wenn das Frühstück schon lange zurück liegt.
Nachdem ich das dritte Mal bei den Häppchen zugelangt hatte, fiel ich unangenehm auf. Nicht, weil mir was runtergefallen ist, ich jemandem die Olive in den Ausschnitt gekegelt habe, oder ich laut rülpsen musste.

Ich fiel auf, weil ich gegessen habe. Ich glaube wirklich, ich war die einzige, die sich mehr als ein Canapé vom Silbertablett genommen hat. "Nein danke! Ich muss ja gleich noch Mittag essen!" hörte ich von allen Seiten.

Nach dem Empfang ging es in den Speisesaal. Ich hatte einen Sitzplatz, von dem ich alle überblicken. Leider, muss ich fast sagen.
Das Mittagessen war lecker. Durchaus überschaubare Portionen, aber wirklich lecker.

Zum Hauptgang bekam jeder einen Teller mit Salzkartöffelchen und Spargel. Die Damen hatten vier, fünf von diesen kleinen Kartoffeln auf dem Teller, die Herren hatte zwei, drei mehr. Dazu gab es wahlweise Schnitzelchen oder Lachsfilets.
Wie gesagt: Überschaubar.

Als die Teller wieder weggeräumt wurden, habe ich gesehen, wie viele Gäste - wir reden über erwachsene Leute, die alle gesund und munter sind - ihre Kartoffeln nicht gegessen haben. Ich dachte, ich seh nicht recht. Wären das jetzt XXL-Portionen gewesen, oder hätten die vorher die Silbertabletts leergefuttert, hätte ich es ja noch verstanden. Aber so..????

Abgesehen davon, dass es dem Gastgeber gegenüber sehr unhöflich ist, einen solch vollen Teller wieder zurückgehen zu lassen, ist es wirklich eine Schande, was da in den Müll gewandert ist.

An meinem Geburtstag habe ich ein Brunch gemacht. Ich habe vom Metzger eine Käse-, eine Wurstplatte und einen Braten kommen lassen. Zuerst war ich erschrocken darüber, wie WENIG das war! Ich hatte echt Bammel, dass es nicht reichen wird, und meine armen Gäste nicht satt werden.

Über die Hälfte haben wir am Ende des Tages eingetuppert.

Ich finde das echt schade, und so langsam geht mir dieses kranke Essverhalten von gesunden, erwachsenen Menschen echt auf die Nüsse.
Wir brauchen uns nicht mehr darüber wundern, dass unsere Teenies nichts mehr essen. Da braucht es keine Klum und keine magersüchtigen Models. Wir selbst leben es ihnen vor: Kartoffeln, Nudeln, Brot und Co. sind Kohlenhydrate und Kohlenhydrate machen ja soooo dick!

(Nur zur Info: Für die ein oder andere, die jetzt vorm Rechner sitzt und denkt, ich hätte gut reden:
Ich habe mir gestern den Bauch vollgeschlagen, und dafür gibt es heute Mittag keine Fertig-Pizza. Vielleicht morgen wieder. Ich achte also auch ein wenig darauf, was ich esse, aber jeden Tag. So muss ich mich bei Einladungen nicht kasteien, und mich dem Gastgeber gegenüber so unhöflich verhalten.
Außerdem habe ich einen Hund, und das führt dazu, dass ich mich regelmäßig bewege. Wer mich also um meine Taille beneidet, dem sei gesagt, dass ich mich nicht nur zwischen Autositz und Sofa hin- und herbewege. Und ich schlage eher ein Eis mit Sahne aus, als ein Schnitzel.)

Aber was ich Euch eigentlich sagen wollte:
Könnt Ihr Euch noch an meine Hose erinnern? An diese Bilder des Grauens?

Ich bin nicht alleine auf der Welt mit diesem Problem. Burda hat sich der Problematik mal angenommen und eine tolle Erklärung geschrieben.


Bei der Hose muss also auch wieder getrennt werden, was das Zeug hergibt. Aber ich will die Hose unbedingt haben, also ran an den Speck.....!

12 von 12 im Mai

Caro sammelt heute 12 von 12 - und ich bin das erste Mal dabei.


1. Mein Tag beginnt mit einer kurzen Hunderunde um viertel vor sieben. Drei Minuten vorher hatte es aufgehört zu regnen.


2. Nachdem der Hund zu Hause sein Fressen bekommen hat, gehts ab ins Büro, wo ich frühstücke. Hier gibt es einen kleinen Italiener - Brötchen mit Tomate-Mozzarella. Lecker!


3. Das findet auch der Hund. Geduldig liegt er neben meinem Stuhl und versucht mir durch Blicke zu signalisieren, dass er den Tag nicht überleben wird, wenn er nichts abbekommt.

 
4. Ich gebe mich geschlagen und gebe ihm was ab. 
 

5. Es ist kalt in Deutschland. Die Heizung wird nach oben korrigiert.

 
 6. Ich habe im Büro die "ehrenvolle" Aufgabe, unseren Qualitäts-Management-Quatsch zu organisieren. Die Arbeit ist mit Abstand die undankbarste, die es bei uns im Büro zu vergeben gibt. Warum nochmal habe ich mir das auf´s Auge drücken lassen....?


7. Zum Mittag gibt es Currywurst für alle. Wir hatten am vergangenen Freitag Büroausflug, und heute wurden die Reste vernichtet. Die Wurst sieht zwar nicht wirklich appetitlich aus, aber sie ist wirklich lecker!


8. Die Mittags- und Regenpause wird im nahegelegenen Tremoniapark verbracht.


9. Zum 1000. Mal stelle ich den Sender vom Radio nach. Die Straßenbahn, die im 2-Minuten-Takt vor dem Bürofenster hin- und herfährt, ist wirklich nervig. Die Vibrationen verstellen mir mindestens fünfmal am Tag den Sender.

 
10. Feierabend. Es schüttet. Mal wieder.


11. Bei der letzten Hunderunde ist es wieder trocken. Zumindest von oben. Trotzdem ist es kalt. In den Gummistiefeln trage ich zwei paar Socken, und unter der Regenjacke verbirgt sich eine Winterjacke.


12. Zum Abendessen gibt es Salat. Und zwar mit Gurke!
Das ist deswegen erwähnenswert, weil ich erst seit dem 06.12.2013 Gurke esse. Vorher wurde es mir schon übel, wenn ich das nur gerochen habe.
Am 06.12.2013 war ich im Hunsrück, und dort gab es abends zum Fisch einen Gurkensalat. Jetzt wollte ich nicht unhöflich sein, und den Salat einfach stehen lassen - zumal er wirklich lecker aussah! Also habe ich meine Gurkenphopie einfach dadurch überwunden, dass ich angefangen habe, den Salat zu essen. Seitdem sind Gurken kein Problem mehr für mich. Tschakka!


Der Poppes soll doch hinten sein....

ODER??

Kinners, ich bin gerade schwer entäuscht von der Hose, von der ich mir so viel versprochen haben.


Hose 110 aus Burda 4/2014. Sie sah sooo toll aus.... in der Zeitschrift an den Modells:


Es sollte ein SWAP-Teil werden - in Tausendsassa-Grau, damit die Hose auch zu möglichst viel Oberteilen passt. Voller Tatendrang habe ich mich an den Schnitt gewagt, obwohl Hosen meine heimlichen Angstgegner sind. Trotz meines Totalausfalls bei den Hüftpassentaschen kam ich gut voran. Und dann das:

Frontalansicht - man kan bereits erahnen, wie ich wohl von der Seite aussehe.


Ist das nicht schrecklich?! Das kann ich noch nicht mal schön-zuppeln. Es sieht aus, als wäre mein Hintern vorne. Also, wenn DAS so sein soll.... ohne mich.
Selbst, wenn ich die Falten zunähen würde, damit sie nicht so aufklaffen, dann hätte ich immer noch Unmengen an Stoff unterhalb der Falten bis dahin, wo die Hose am Oberschenkel anliegt.

Ich weiß noch nicht, was ich mit der Hose machen soll. Erstmal nehme ich mir eine Auszeit von ihr, weil ich hier nämlich noch das ein oder andere Projekt am Start habe, was wesentlich mehr Erfolg verspricht. Eins kann ich Euch jetzt schon sagen: Eine Hose wird es defintiv nicht sein.

Short Stories 2014 - I love to blog!

Bei Jolijou und Bine gibt es die Aktion der "Short Stories". Erzähle Deine kleine Geschichte zu einem Thema - im Mai geht es um´s Bloggen.

Hier kommt meine Short Story ;-)

Ich blogge schon ziemlich lange, genauer gesagt seit 2010. Da fing ich mit meinem Hundeblog an. Eigentlich gedacht, um meine Familie, die knapp 300 km weit weg ist, ein bisschen mehr an meinem Leben hier teilhaben zu lassen. Erzählen kann man ja am Telefon viel, aber durch den Blog kann ich auch Bilder zeigen, wo wir uns so rumtreiben.
Außerdem hatte der Hundeblog auch eine psychologische Wirkung auf mich. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mit meinem Hund ein paar Problemchen. Es lief nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe, der Köter machte mit mir, was er wollte. Und das machte mich wahnsinnig!! Also schrieb ich mir meinen Frust von der Seele - und zwar aus Hundesicht.
Inzwischen ist der Blog mehr oder weniger eingeschlafen. Hin und wieder blogge ich, aber die Luft ist raus. Benson ist aus dem Gröbsten raus und wohl erzogen (hahaha!). Das Leben mit ihm ist nicht lanweilig, das Bloggen darüber aber im Moment schon.




Meinen Nähblog habe ich noch nicht so lange.
Als ich 2010 die Bloggerwelt entdeckte, habe ich natürlich auch die ganzen kreativen Köpfe hier bewundert. Wie die zeichnen, wie die nähen, wie die sticken!!! Ich war hin und weg, und fest der Meinung, dass ich mich nie, nie, nie in diese Liga einreihen könnte. Jeden Dienstag las ich beim CreaDienstag, mittwochs war ich Leser beim MeMadeMittwoch.

Und immer dachte ich: Das kannst Du nicht, dazu reicht es bei Dir nicht.
Obwohl ich ganz, ganz große Lust hatte, darüber zu schreiben, was mir so alles gelingt. Oder auch nicht gelingt.



Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich für mich auch einen Blog schreiben soll. Der Hundeblog war innerhalb einer halben Stunde geboren, beim Nähblog dauerte es sehr, sehr lange. Ich war so unsicher! Aber irgendwann dachte ich mir: Scheiß` was drauf. Jeder hat mal klein angefangen. Ich bin nicht perfekt, und ich mache Fehler, zu denen ich aber auch stehen kann. Das ist nichts, wofür ich mich schäme. Ich bin weder ausgebildete Schneiderin, noch besuche ich regelmäßig Nähkurse. Was ich mache, klappt - oder halt nicht. So einfach ist das hier. Daher kommt auch mein Blog-Name. Natürlich macht es viel mehr Spaß, wenn ich über gelunge Projekte berichten kann ;-) 






Was ich sehr, sehr schade finde, ist die Tendenz zu anderen Medien. Viele Hobby-Näherinnen sind fleißig am twittern oder bei Facebook, und vieles wird dort besprochen, kundgetan, diskutiert. Das nimmt dem Blog ein bisschen was von der Seele. Ich bin auch bei Twitter, aber mein Twitter-Account hat kaum etwas mit dem Blog zu tun. Ich teile dort manchmal einen neuen Blog-Beitrag, poste vielleicht auch mal ein Foto - aber das wars dann auch. Und ich möchte das auch künftig so handhaben.

Ich schreibe gerne, ich blogge gerne, ich gucke mich gerne in der großen, bunten Bloggerwelt um. Hier binde ich mich nicht auf ein Thema fest, sondern stöbere kreuz und quer, von Höcksken zu Stöcksken. Ich finde das einfach großartig und bin wirklich gerne ein Teil davon!

Mein erster SWAP

Nähen nach Plan - eine tolle Idee!
 
Leider ist das für mich gar nicht so einfach umzusetzen. Warum eigentlich? Manchmal klatsche ich mir mit der flachen Hand gegen die Stirn, wenn ich wieder ein Rock/Oberteil/etc.pp. genäht habe, und frage mich: "Toll! Aber was trägst Du jetzt DA-ZU?!" Immer nur weiß oder schwarz ist echt öde.

Vor allen Dingen ist es ist für mich schwierig, alltagstaugliche Sachen zu nähen. Hierzu habe ich mich hier schonmal ausgeweint.

Heute war bei Alfatex verkaufsoffen. Eigentlich gehe ich nie in irgendeinen Laden, wenn "verkaufsoffen" ist, weil an solchen Tagen immer die Hölle los ist, aber ich brauche Stoff, und ich wollte die 20 % mitnehmen, die es einschließlich heute noch gab. Um viertel nach eins war ich im Laden - angenehm leer.

Ich habe für all meine Projekte Stoff gefunden. Diesmal habe ich ganz bewusst darauf geachtet, dass ich für meine geplante Hose keinen Stoff nehmen, der wieder nur sehr schwer zu kombinieren ist.


Zuerst hatte ich einen orange-farbenen Leinenstoff dafür ausgesucht, aber nach etwa 10 Minuten dachte ich: "Und was hast du passendes zu dieser orangefarbenen Hose?"
Nix. Also blieb orange liegen, statt dessen ging grau mit.
Mit Sicherheit nicht so auffällig, aber tragbar. Kombinierbar.

Auch die Stoffe für meine Kleider (ja, ich weiß, ich wollte keine Kleider mehr nähen, weil sie nicht alltagstauglich sind, aber ich muss. Es stehen Feierlichkeiten an.) sind einfarbig, weiß, silbern.  (Okay, ein bunter Stoff ist dabei

Und dann will ich ja dieses Oberteil noch nähen...


... wobei ich mich da nach genauem Betrachten des Schnittmusters nicht so rantraue. Ich weiß nicht so recht, wie das mit den senkrechten Abnähern am Vorderteil gemeint ist. Ich denke, das muss ich erstmal gesehen haben, damit ich nicht schon beim Zuschneiden alles verkehrt mache. Aber es gibt ja so eine ähnliche Bluse im Vorgängerheft, die nicht ganz so kompliziert aussieht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Aufruf zum offenen SWAP 2014 kommt mir mehr als recht. Und drei Teile sind durchaus im Rahmen des Möglichen. Ich freue mich drauf, bin voller Tatendrang und mit frischen Stoffen ausgestattet - es kann also losgehen.

Schuh-Desaster

Von Prym gibt es seit kurzem Espadrilles-Sohlen. Als ich die Werbung dafür sah, war ich sofort Feuer und Flamme. Wie cool ist das denn, dachte ich. Zu jedem Look den absolut passenden Schuh - ich konnte es kaum erwarten, bis es diese Sohlen zu kaufen gab.

Beim Kurzwaren-Profi wurde ich fündig. Dienstag bestellt, Mittwoch bekam ich die Sachen ins Büro geliefert.
Klasse! freute ich mich, und verabschiedete mich ins lange Wochenende. Natürlich fest davon überzeugt, am Montag hier mit ein paar neuen Schuhen einzulaufen.

Die Sohlen machen einen vernünftigen Eindruck, nicht wabbelig und schlabberig, sondern richtig stabil.
 
Innen

Die Unterseite ist Gummi

Ich machte mich dran, das beiliegende Schnittmuster abzunehmen und wählte erstmal den Stoff von meiner Hose. Ich habe die Teile doppelt zugeschnitten. Der Stoff franst ziemlich aus, und mein Gedanke war, dass ich die Teile rechts auf rechts aufeinandernähe, und dann durch eine Wendeöffnung drehe. So ist alles sauber.



Die Nahtzugaben von den Ecken der Fußteile habe ich ganz weggeschnitten, damit es keine Knubbel gibt, die dann drücken. Soll ja schließlich ein bequemer Schuh werden!


Etwas unsicher war ich mir, ob ich die Fersen- und Fußteile zuerst zusammennähen und dann auf die Sohle nähen soll, oder ob es getrennt gemacht wird, also zuerst Ferse festnähen, dann das Fußteil, und anschließend beides zusammennähen. Ich habe mich dazu entschieden, dass ich Fuß und Ferse erst zusammennähe.


Auf die Sohle gesteckt, sieht das schonmal ganz gut aus:


Aber dann ging der Kampf so. Es wird ein Kreativgarn zum Festnähen empfohlen, was ich natürlich auch direkt mitbestellt habe. Das Garn ist sehr, sehr dick, und es braucht eine dicke Nadel. Die Sohle geht leicht zu durchstechen, aber es ist kaum möglich, die Nadel rauszuziehen. Das dicke Öhr stellt sich echt quer. Ich hatte Gummihandschuhe an, damit die Nadel greifen und vor allen Dingen halten konnte, aber das klappte auch nur bedingt. Schließlich nahm ich eine Zange, um die Nadel rauszuziehen. 

Natürlich hatte ich den Stoff nicht mehr auf die Sohle gesteckt. Das geht nicht, wenn man mit soviel Kraftaufwendungen näht. Man muss den Schuh richtig festhalten, und nicht mit zwei Fingern über die Nadeln hinweg greifen.

Ich war schon ziemlich angenervt von dieser Art und Weise, wie ich hier so mit Gummihandschuhen und Zange saß. Hinzu kam, dass sich dieser blöde Kreativfaden permanent in sich verdreht hat. Dauernd hatte ich eine Garnwurst, und zweimal sogar einen Knoten drin. Geht doch gar nicht!

Das wurde zwar besser, je kürzer mein Faden wurde, aber es war echt ein Krampf. 
Und das Ergebnis war grauenvoll. Ich zeige hier nur den Schuh, ohne mein Fuß - das sieht so sch***e aus, das will ich Euch echt nicht zeigen. Ich hatte das auch nur fünf Sekunden an. Aber es ist gut zu erkennen, dass alles komplett verzogen ist. 


Ist das nicht schrecklich?? Das Schnittmuster ist für meinen Geschmack viel zu groß. Das Fersenteil geht mir bis zum Knöchel, das Fußteil ist riesig. Und das mit dem Einhalten von der Fußspitze - na, das muss man wohl 10 Mal gemacht haben, damit es was aussieht.


Ich trenne das ganze jetzt wieder. Und ich weiß nicht, ob ich die Idee mit den passenden Schuhen immer noch so toll finde. Für das Annähen des Stoffes an die Sohle habe ich 1,5 Stunden gebraucht. Und dann kommt da so was raus. 

Vielleicht hätte ich Ferse und Fußteil getrennt voneinander auf die Sohle nähen sollen, damit sich nicht alles so verzieht. Ich weiß nicht, ob ich mich da nochmal rantraue. 
Schuhe kaufen ist ja auch nicht schlimm.... ;-)